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Ich will Spaß, ich will Spaß

Kuka steigt mit Robotern in Unterhaltungsindustrie ein
Ich will Spaß, ich will Spaß

15 Robocoaster hat Kuka in den USA schon verkauft, in Europa sollen es in diesem Jahr ebenso viele werden. Erste Gespräche wurden in Hannover geführt (Bild: Industrieanzeiger)
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Karusselfahrten mit einem Roboter, das hat man in Hannover noch nicht gesehen. Für Kuka ist neben dem Unterhaltungswert auch der wirtschaftliche Aspekt von Bedeutung.

Der Wettbewerber rümpfte die Nase, doch die Messebesucher sprachen von nichts anderem: Drei Roboter mit Doppelsitz im Handgelenk luden in den Hallen der Factory Automation zu einer Karusselfahrt mit Kick ein. Zwei Personen fanden auf dem Sitz des Robocoasters Platz und konnten aus einer ganzen Palette an Bewegungsprofilen und Geschwindigkeiten wählen. Ängstliche durften auf Stufe eins das Geschehen von oben betrachten. Wer sich auf Stufe fünf einließ, hatte schon mal die Haare im Gesicht und einen verkehrten Blick auf die Welt.

„Wir wollen, dass Kuka zum Synonym für Roboter wird“, schraubte Michael Hauptmann, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit, die Ansprüche hoch. „So, wie Tempo für Papiertaschentuch steht und Nutella für Nuss-Nougat-Aufstrich.“ Und: „Roboter sollen Spaß machen, das stellen wir hier in den Mittelpunkt.“
Dass die Kuka Roboter GmbH das Publikum in ihren Bann gezogen hatte, musste die Konkurrenz neidlos anerkennen. Dabei ist der Einstieg ins Kirmesgeschehen für die Augsburger keinesfalls nur ein Marketing-Gag, versichert Hauptmann. „In den USA haben wir schon 15 dieser Schwerlast-Roboter verkauft, für Europa planen wir in diesem Jahr die gleiche Menge.“
Der Robocoaster basiert auf dem KR 500, mit dem Kuka vor Jahresfrist zur Hannover Messe in die Tragfähigkeitsklasse von 500 kg vorgestoßen war und neue Perspektiven für Robotereinsätze eröffnet hatte. So ist die Maschine in der Industrie eine günstige Alternative bei Anwendungen, die bislang nach kundenspezifischen Sonderlösungen verlangten.
Doch die Volksfest-Welt ist Kuka nicht genug. Die Augsburger streben nach noch mehr Spaß – und stellten für den Bond-Film „Die Another Day“ (Stirb an einem anderen Tag), der Ende des Jahres in Deutschland anlaufen soll, vier Roboter zur Verfügung. Darin trachten die an einem Portal montierten, verfahrbaren Maschinen dem Bond-Girl nach dem Leben. Normalerweise werden sie zum Laserschneiden von Diamanten eingesetzt. Ob James Bond alias Pierce Brosnan Oscar-Preisträgerin Halle Berry aus den stählernen Händen retten kann, wird hier nicht verraten. In jedem Falle ist Michael Hauptmann überzeugt: „Die Zusammenarbeit mit dem Bond-Team hat zu einer der phantasievolls-ten Inszenierungen der Robotertechnik in der Filmgeschichte geführt.“ Und Kuka zu einem vielversprechenden Sprungbrett in die Unterhaltungsindustrie. tp
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