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Roboter-Zellen für kleine Aufträge mieten

Dienstleistungsangebot für den Mittelstand
Roboter-Zellen für kleine Aufträge mieten

Jetzt können Mittelständler Rationalisierungspotenziale nutzen, wie sie bisher Großunternehmen vorbehalten waren: Faude bietet ihnen an, Roboter-Zellen nur für die Dauer eines Auftrags zu mieten.

Rosig geht es selbst den Herstellern von Robotik und Automation in diesem Jahr nicht, mal abgesehen von der industriellen Bildverarbeitung. Doch die im April vom VDMA-Fachverband Robotik + Automation, Frankfurt/M., verkündeten Zuwachsraten von 5 % für die Branche waren zu hoch gegriffen. Zu sehr halten sich potenzielle Kunden mit ihren Investitionsvorhaben zurück.

Denen dürfte in dieser Situation ein Angebot aus dem schwäbischen Gärtingen südlich von Stuttgart gerade recht kommen: Die Faude Automatisierungstechnik GmbH stellte auf der Montagemesse Motek in Sinsheim eine neue Dienstleistung vor: Rent a Robot nennen die Württemberger ihr Angebot, das es vor allem Mittelständlern ermöglichen soll, mit überschaubarem Budget Rationalisierungspotenziale zu nutzen, die bislang Großunternehmen vorbehalten blieben.
Ohne große Investitionen können Unternehmen bei Faude Roboterzellen mieten oder leasen. Markus Schröder, Leiter der Software-Entwicklung, sagte in Sinsheim, dieses Angebot solle Kunden bei kleinen Aufträgen entlasten. „Wir versetzen die Firmen in die Lage, derartige Aufträge überhaupt annehmen zu können.“ Der Kunde zahle eine Rate, die sich an den tariflichen Durchschnittskosten eines Mitarbeiters orientiere, denn schließlich soll die Zelle „mindestens einen Mann ersetzen“. Richtig interessant wird das Angebot also im Zwei- oder Drei-Schicht-Betrieb.
Daneben trägt der Kunde die anwendungsspezifischen Kosten, die für das Roboterwerkzeug und das Programm für die Steuerung entstehen. Beides behält er und kann er später wiederverwenden, sollte der Auftrag erneut kommen. Alles andere, also Roboterstation, Zelle, Antriebseinheit und Touch-Bedienfeld, ist durch die Miet- oder Leasingrate gedeckt. Nach dem Auftrag gibt der Kunde die Zelle an Faude zurück.
Servicepersonal ist nicht unbedingt erforderlich: Kunden können mit den Gärtringern Wartungsverträge abschließen; eine Hotline wird derzeit eingerichtet. Sie soll bundesweite Präsenz in 24 h sichern. Da alle Maschinen netzwerkfähig sind, lassen sich viele Probleme, etwa in der Software oder der Sensorik, schon aus der Ferne erkennen und beheben. Faude erstellt die Zellen selbst und setzt die Rexroth-Roboter SR6, SR8 und die neuen 6-Achser ein. Das Unternehmen rechnet damit, dass vor allem Montage- und Prüfzellen zur Miete nachgefragt werden. tp
Industrieanzeiger
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7.2022
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