Robotik

„Werker sehen den Roboter nicht als Gefahr“

Peter Heiligensetzer ist Geschäftsführer der MRK-Systeme GmbH in Augsburg
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Herr Heiligensetzer, ist die Mensch-Roboter-Kooperation, kurz MRK, ein Zukunftsthema?

Für mich ist das ein ganz starkes Zukunftsthema. In der Industrie agieren die Roboter noch hinter Schutzzäunen, aber das wird sich ändern. Was in der Service-Robotik bereits umgesetzt wurde, muss jetzt auch im industriellen Umfeld erfolgen.
Welche Anwendungen sind aus Ihrer Sicht wie geschaffen für die MRK?
Kooperierende Roboter sollen dem Menschen die Arbeit erleichtern. Wir haben zum Beispiel eine Anwendung bei Audi, wo unsere Modelle als Assistenzsysteme eingesetzt werden. Die Werker in der Automobil-Endmontage müssen keinen krummen Rücken mehr machen. Ein kollaborierender Roboter reicht ihnen das Bauteil in einer ergonomisch günstigen Position.
Was sind die technischen Herausforderungen bei der MRK?
Ganz entscheidend sind Sicherheit und Ergonomie des Roboters. Die eigentlichen Funktionen der Maschine, also Bauteile positionieren und so weiter, wurden schon vor zwanzig Jahren gelöst. Jetzt sind sichere Steuerungen und sichere Sensor-Systeme gefragt, damit der Mensch nicht gefährdet ist. Wichtig ist dabei immer der enge Schulterschluss mit den Berufsgenossenschaften.
Welche Märkte wollen Sie bedienen?
Der Automotive-Bereich ist schon sehr dominant bei uns. Das betrifft die Hersteller und deren Zulieferer. Aber auch in der Luftfahrtindustrie gibt es Lösungen, die wir bereits umgesetzt haben.
Und ist der Mensch bereit, eng mit dem Kollegen Roboter zusammen zu arbeiten?
Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Technik bei den Mitarbeitern gut ankommt. Die Werker sehen den Roboter nicht als Gefahr für ihre Gesundheit und auch nicht für ihren Arbeitsplatz. Vielmehr nehmen sie die Technik als neues Hilfsmittel an. Bei Audi zum Beispiel gab es überhaupt keine Berührungsängste. Die Mitarbeiter dort haben den neuen Roboter innerhalb von zehn Sekunden angenommen. So wie ein ganz normales Werkzeug.


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