Studie

Deutsche Unternehmen setzen auf fertige KI-Bausteine

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Trotz der „German Angst“ vor Datendiebstahl und fehlendem Fachpersonal kann Deutschland in puncto KI-Einsatz weltweit noch gut mithalten. Bild: kinwun/Fotolia
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In Deutschland nutzen im globalen Vergleich die meisten Unternehmen bereits Roboter-gestützte Automatisierung. Fertige KI-Bausteine sind besonders beliebt.

Deutschlands Unternehmen beschäftigen sich mit künstlicher Intelligenz (KI) und sind bei gewissen KI-Technologien im internationalen Vergleich vorne mit dabei. Das zeigt die Studie „State of AI in the Enterprise Survey“, bei der das Beratungsunternehmen Deloitte KI-Verantwortliche weltweit, darunter 100 Entscheider aus Deutschland, befragt hat.

KI-Einsatz: Process Robotics am häufigsten

Ein zentrales Ergebnis der Studie ist, dass deutsche Unternehmen alle Varianten künstlicher Intelligenz einsetzen. Mit 67 % ist jedoch die Nutzung robotergesteuerter Prozessautomatisierung in Deutschland am höchsten. In den internationalen Vergleichsmärkten USA, China, UK, Frankreich, Kanada und Australien setzen derzeit nur 49 % diese Technologie ein. Bei keiner anderen KI-Variante weichen deutsche Unternehmen so stark vom internationalen Durchschnitt ab.

Aufholbedarf im internationalen Vergleich gibt es allerdings beim Thema Strategie. So verfügen erst ein Viertel der befragten Unternehmen über eine umfassende, unternehmensweite KI-Strategie. In allen sechs Vergleichsmärkten ist man bereits weiter: Im Durchschnitt haben dort etwa 35 % der Unternehmen eine übergreifende KI-Strategie. Dafür setzen 65 % der Studienteilnehmer auf fertige KI-Bausteine für die eigenen Produkte und Dienstleistungen – und liegen damit vor den weltweiten Märkten.

Angst vor Datendiebstahl und Fachkräftemangel als Hürden

Die Zurückhaltung bei der Entwicklung übergreifender KI-Strategien ist vielleicht auch auf das noch immer ausbaufähige Vertrauen deutscher Unternehmen in künstliche Intelligenz zurückzuführen, heißt es in der Studie. Intern werden KI-Initiativen häufig eher mit Sorge begleitet. Die Angst, falsche Entscheidungen basierend auf KI zu treffen, ist verhältnismäßig groß – 46 % der deutschen Unternehmen haben entsprechende Bedenken geäußert. Unsicherheit herrscht aber vor allem beim Thema Cyber-Sicherheit. Hier fürchten deutsche Unternehmen vor allem den Diebstahl sensibler Daten und Algorithmen.

Die größte Herausforderung für die Unternehmen ist allerdings der Fachkräftemangel: 62 % der Befragten beklagen fehlende KI-Kompetenzen, mehr als jedes fünfte Unternehmen spricht sogar von großen Schwächen in diesem Bereich. Bemerkenswert ist laut Deloitte, dass sich der Mangel nicht primär auf IT- und Tech-Spezialisten erstreckt. Viele Unternehmen suchen händeringend nach Change-Managern, die die digitale Transformation im Unternehmen organisieren und behutsam umsetzen.

KI-Implementierung: Fertige Bausteinlösungen

Nur 15 % der befragten Unternehmen implementieren KI hauptsächlich mit firmeneigenen Kräften. Stattdessen setzen 65 % der Studienteilnehmer auf fertige KI-Bausteine für die eigenen Produkte und Dienstleistungen. In den internationalen Vergleichsmärkten nutzen nur 49 % diese Möglichkeit. Die Offenheit deutscher Unternehmen sei potenziell vorteilhaft, denn cloud-basierte „off the shelf“-Lösungen versprechen einen schnellen und relativ kostengünstigen Zugang zu intelligenten Produkten, Services und Geschäftsmodellen.

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