VDE-Studie „E-Ing 2025“ Deutschland läuft KI hinterher

VDE-Studie „E-Ing 2025“

Deutschland läuft KI hinterher

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Weckruf des VDE: Deutschland läuft dem Thema KI hinterher. Als Kernprobleme nennt der Verband fehlende Mittel und hohe Datenschutz-Schranken. Bild: Alexander Limbach/Fotolia
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Der VDE warnt: Bei einer Blitzumfrage bezeichnen Experten die KI als das Top-Zukunftsthema schlechthin, doch nur 3 % sehen Deutschland hier als Vorreiter.

Wie nie brummt die deutsche Wirtschaft. Aber was ist in zehn, zwanzig, dreißig Jahren? Der VDE befragte dazu 77 Manager, Fondschefs und Hochschulprofessoren in der Studie „E-Ing 2025“ und leitet daraus einen Weckruf ab: Die Mehrheit sieht „Künstliche Intelligenz“ (KI) als eines der technischen Top-Zukunftsthemen. Weit abgeschlagen landet auf Platz 2 die Automation/Robotik, in der Deutschland führend ist. Doch so hoch das Potenzial von KI ist, so niedrig schätzen die Experten den Stand der KI-Forschung hierzulande ein: Nur 3 % sehen Deutschland als „Vorreiter“.

Spitzenreiter in KI sind dagegen die USA (59 %), China (39 %) und Israel (31 %), gefolgt von Japan und Süd-Korea mit je 17 %. „Die USA und China haben einen quantitativen Vorteil: Sie verfügen im Gegensatz zu uns über einen nicht bezifferbaren Schatz an Datensätzen“, ärgert sich Ansgar Hinz, CEO des VDE.

Als Problem sieht er den Datenschutz. „Wir stehen uns selber im Weg und gefährden durch überzogene Regelungen langfristig unsere Wettbewerbsfähigkeit“, sagt der VDE-Chef. „Auf die Frage, ob es in Deutschland oder Europa genügend finanzielle Mittel für revolutionäre Technologien gibt, antworteten nur vier Prozent mit ‚ja‘“, bemängelt er weiter.

Um Deutschland fit für die Zukunft zu machen und die Digitalisierung zu beschleunigen, empfiehlt der VDE ein Bündel an Maßnahmen. „Unsere Chance liegt im B2B-Bereich, allen voran bei Industrie 4.0, IT-Security und Datenschutz. Hier kommen uns unsere strengen Datenschutzrichtlinien einmal zugute“, sagt Hinz. Eine Schlüsselrolle spiele die Mikroelektronik. Sie müsse gestärkt werden.

„Eine wettbewerbsfähige Chip-Industrie in Europa ist unabdingbar. Sonst bleibt Europa Importeur von Schlüsseltechnologien“, warnt Ansgar Hinz. „Es geht nicht um Millionen, sondern um Milliarden und Billionen.“

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