Digitale Transformation

Maschinenbau setzt auf Losgröße eins

Für 45 % der Industriebetriebe ist die individualisierte Fertigung ein treibendes Motiv der digitalen Transformation. Bild: Nataliya Hora / Fotolia
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Maschinenbauer sind Treiber in puncto Losgröße eins. Zwei Drittel der Unternehmen streben laut dem deutschen Industrie-4.0-Index nach der neuen Individualisierungsstufe.

Mit Blick auf die individualisierte Fertigung von Produkten bis hin zur Losgröße eins sind zwar viele Industrieunternehmen noch unsicher, wie sie diese Veränderung stemmen können. Dennoch sehen 45 % diese Herausforderung als treibendes Motiv der digitalen Transformation. Bei den Maschinen- und Anlagenbauern sind es bereits zwei Drittel, die nach der neuen Individualisierungsstufe streben. Diese Ergebnisse liefert der Deutsche Industrie 4.0-Index, für den die Unternehmensberatung Staufen 277 Industrieunternehmen in Deutschland befragt hat.

Die Vorreiterrolle des Maschinenbaus überrascht nicht. Die Branche produziert traditionell eher niedrige Stückzahlen und passt die Produkte an Kundenanforderungen an. Industrie 4.0 hebt dieses Prinzip auf eine ganz neue Stufe. Beispielsweise zeigt der Werkzeugmaschinenbauer Trumpf, dass Losgröße eins durch digitale Transformation bereits Realität ist: von der kundenseitigen Konfiguration im elektronischen Front End bis hin zur Auslieferung eines fertigen individuellen Stanzwerkzeugs.
Vielen Unternehmen steht aber noch ein harter Weg bevor. Industrie 4.0-Konzepte entfalten erst dann ihr volles Potenzial, wenn die gesamte Wertschöpfungskette einbezogen ist. „In gewachsenen Betrieben bestehen vielerorts digitale Brüche, Schnittstellen also, über die Maschinen nicht autark kommunizieren können“, sagt Thomas Rohrbach, Geschäftsführer von Staufen Digital Workx. Erst eine durchgängig homogene IT-Infrastruktur von Administration über Fertigungsroboter bis hin zum Produkt würde wirtschaftliche Individualisierungsstrategien ermöglichen. Die Studienteilnehmer sind der Meinung, dass der Mensch in zehn Jahren nur noch zu 40 % an der Wertschöpfung beteiligt sein wird. Der Großteil entfällt dann auf Maschinen. Zugleich müssen höherwertige Leistungen auch besser bezahlt werden.


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