Fertigungstechnik: Hochpräzises Lasern und Drehen auf einer Maschine

Fertigungstechnik

Hochpräzises Lasern und Drehen auf einer Maschine

In bis zu 2 mm dickes Rohrmaterial µm-genaue Stege einzubringen, ist mit herkömmlichen Fertigungstechniken nicht machbar – die Lasertechnologie kann’s. Bild: Citizen
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Drehen und Laserbearbeiten auf einer Maschine – damit bietet Citizen nicht nur Medizintechnikern die Möglichkeit, anspruchsvolle Teile mit µm-feinen Stegen wirtschaftlich herzustellen.

Höchste Präzision und Regelkonformität haben in der Medizintechnik oberste Priorität. Das überrascht niemanden. Ebenso wenig die Innovationen, die oft für diese Branche entwickelt werden. Verblüffend sind vielmehr die Produktionsmethoden, die viele Neuerungen erst möglich machen. Ein Beispiel dafür ist die Lasertechnik. Sie kann µm-feine Stegbreiten an medizinischen Instrumenten erzeugen. Mit der Kombinationsmaschine Cincom L20 – sie vereint neuste Faserlaser-Technologie und bewährte Drehkompetenz – hat die Esslinger Citizen Machinery Europe GmbH wieder an der Wirtschaftlichkeit von Fertigungsprozessen gefeilt.
„Feinste Stege, kleine Radien, biegsame Wellen aus Rohren mit maximal 2 mm Wanddicke lassen sich mit unserer Lasertechnologie perfekt herausarbeiten“, sagt Markus Reissig. „Neben der hohen Präzision ist ein weiteres Argument für die Beliebtheit des Systems seine Reproduzierbarkeit. Vor allem, weil sämtliche Teilprozesse auf einer Maschine stattfinden“, fährt der Leiter Service und Technik bei Citizen in Esslingen fort und ergänzt dann: „Umrüsten war gestern!“
Ganz gleich ob endoskopische oder chirurgische Instrumente, OP-Besteck, Knochenschraube oder Implantat – in der Medizintechnik gelten höchste Standards. Sowohl bei der Entwicklung als auch in der Fertigung der eingesetzten Arbeitsmittel. Gerade die minimal-invasive Eingriffsmethode hat die stetige Miniaturisierung vorangetrieben – mit weitreichenden Anforderungen an die Produktionsbetriebe. Wo beim Drehen und Fräsen selbst mit Mikrowerkzeugen fertigungstechnische Grenzen gesetzt sind, kommt nun der Laser ins Spiel. Mit ihm lassen sich ultrafeine Stege präzise herstellen. Das steckt den Rahmen für kommende Innovationen immer weiter. Um aber den gewonnenen Produktionsvorteil nicht durch Zeitverluste beim Umrüsten zunichte zu machen, kombiniert Citizen das Feinste aus zwei Welten in einer Maschine.
Die Cincom L-Serie des japanischen Drehmaschinen-Spezialisten ist für viele Anwender ein vertrauter Klassiker geworden. Die Maschinen verrichten in Produktionshallen rund um den Globus ihre Dienste. Markus Reissig sagt dazu: „Da die L20 bereits die idealen Bedingungen für komplexe 3D-Fräsoperationen mitbringt, eignet sie sich sehr gut für Produkte aus der Medizintechnik.“ Implantate oder Knochenschrauben, meist aus schwer bearbeitbaren Materialien wie Titan, Kobalt-Chrom oder hochlegierten Stählen hergestellt, sind die Paradedisziplinen der Cincom L20. Mit den angetriebenen Werkzeugen am Vertikalhalter können Bohr- und Fräsbearbeitungen in verschiedenen Winkellagen durchgeführt werden. Eine simultane 4-Achsen-Interpolation der B-Achse ermöglicht das Fräsen komplexer Konturen. Der Schwenkbereich beträgt 135°. Somit kann die B-Achse für die Vorder- und die Rückseitenbearbeitung eingesetzt werden.
„Was wir mit der L20 und der Laserintegration begonnen haben, werden wir in den kommenden Monaten auch in andere Maschinentypen implementieren. Damit erweitert sich der Einsatzbereich des Lasers sicherlich über die Medizintechnik hinaus“, gewährt Markus Reissig einen Ausblick. (mw)
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