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Auf Hawaii sehen, was der Schrauber in Hameln tut

Neue Schraubtechnik in der Gläsernen VW-Fabrik
Auf Hawaii sehen, was der Schrauber in Hameln tut

Zu jedem Schraubfall lässt sich ein Bauteilbild ins System einscannen. Darüber hat der Werker Zugriff auf alle Kurven, Statistiken und Anziehparameter der Schraube (Bild: Atlas Copco)
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Der gläserne Schrauber wird Wirklichkeit: In der Gläsernen Fabrik führt Atlas Copco eine neue Schraubtechnik ein. Jedes Werkzeug hat seine eigene Web-Adresse und kann weltweit überwacht werden.

Sogar Handschrauber haben jetzt, was nicht mal jedem Unternehmen vergönnt ist: die eigene Internetadresse. Ihre Steuerelektroniken sind kompatibel mit denen der Schraubautomaten und haben wie diese von Hause aus Ethernet-Anschluss.

Steuereinheiten können an beliebigen Stellen angebracht werden
Fällt die Elektronik eines Handschraubers aus, kann sie im Nu durch eine beliebige andere Einheit aus der Linie ersetzt werden. Denn ihre für den Arbeitsplatz und Schrauber typische Programmierung und TCP/IP-Netzwerkadresse steckt in einer „Rapid Backup Unit“. Das ist ein von außen aufsteckbarer Programmspeicher, der alle Schraubvorgaben in die Steuerung überspielt und auch die korrekte Anmeldung im Netzwerk erledigt. Durch den Internetzugang kann jeder Befugte den Schraubprozess in Hameln oder Dresden von Hawaii oder Detroit aus in Echtzeit verfolgen, die Schrauber (um-)programmieren, sich aktuelle Schraubkurven zeigen lassen und Fehlerdiagnosen durchführen, ganz so, als stünde er an der Linie.
Wen der Telearbeitsplatz im Pazifik reizt, der kann sich vor seinem ewigen Urlaub bei der Atlas Copco Tools GmbH informieren, was er dazu tun muss. In Halle 2, Stand 2415, zeigen die Essener neue Schraubsysteme für Handarbeitsplätze und automatische Montagestationen, die erstmals in der Gläsernen Manufaktur der Volkswagen AG in Dresden eingesetzt werden.
Das Besondere an den in enger Abstimmung mit VW entwickelten Elektroschraubern und ihren Steuerungen sei die Kommunikationstechnik, die aus Tools-Net und Tools-Talk besteht, teilte Berthold Peters mit. „Dies bringt eine bisher nicht gekannte Flexibilität an die Linie“, versichert der Leiter des Geschäftsbereichs Fahrzeugindustrie und Projekte bei Atlas Copco.
Bei den neuen Schraubsystemen, die Power Macs heißen, bricht Atlas Copco mit der Konvention, die Steuerungen in Schaltschränke einzubauen. Die Steuereinheiten sind jetzt Stand-alone-Module nach IP-65-Standard, die an beliebiger Stelle angebracht werden können. Das spart Platz und soll die Systeme gegenüber der früheren Generation verbilligen. Nach wie vor aber bleiben die Essener dabei, unterschiedliche Spindeln oder Motoren für Handschrauber und Schraubautomaten einzusetzen. Man wolle keinen Kompromiss zu Lasten der Produktivität oder Ergonomie eingehen. tp
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