PLM-Konzept: Folgenschwere Fehler frühzeitig vermeiden

„Failure is not an option“ sollte auch heute noch gelten

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Kleine Ursache, große Wirkung: Apollo 13 wäre fast gescheitert, weil ein kleiner Schalter während der Entwicklung nicht die erforderliche Modifikation erfuhr. Heute soll das PLM-Konzept ähnliche Unfälle vermeiden.

Von unserem Redaktionsmitglied Michael Corban michael.corban@konradin.de

Es war nur ein kleiner Schalter, der die Apollo-13-Mission fast komplett hätte scheitern lassen. Während der Entwicklung war die Spannung des Bordnetzes von 28 auf 56 V Gleichspannung erhöht worden, berichtete Eugene F. Kranz anlässlich einer internationalen Pressekonferenz des PLM-Anbieters UGS. „Die gesamte Elektrik war entsprechend angepasst worden, nur ein einzelner Schalter nicht“, fuhr Kranz fort, während der Mission Flight Director bei der Nasa.
Während aller Tests, die dem Apollo-13-Flug vorausgingen, hatte dies nie zu Problemen geführt, erläuterte Kranz. Allerdings sei dadurch wahrscheinlich der Schalter so weit beschädigt worden, dass er beim Aktivieren eines Sauerstofftanks – kurz vor Erreichen des Mondes – eine Explosion im Servicemodul verursachte.
Binnen kurzer Zeit war damals klar, dass das Leben der drei Astronauten in höchster Gefahr war. „Vor allem Teamarbeit hat uns in die Lage versetzt, alle drei sicher zur Erde zurück zu bringen“, ist sich Kranz heute sicher. Denn obwohl die Mission – die geplante Mondlandung – nicht ausgeführt werden konnte, war die Rettung der Besatzungsmitglieder sicher eine der Sternstunden der bemannten Raumfahrt.
Zwei Aspekte der Apollo-13-Mission spielen auch heute noch eine entscheidende Rolle, wenn es um Erfolg oder Nichterfolg eines technischen Projekts geht:
  • Das Änderungs-Management muss sicherstellen, dass ausnahmslos alle Bauteile die jeweils aktuellen Voraussetzungen erfüllen.
  • Ohne eine funktionierende Teamarbeit lassen sich technisch komplexe Projekte nicht beherrschen, insbesondere, wenn unvorhergesehene Ereignisse binnen kürzester Zeit zu bewältigen sind.
Eine Antwort auf diese Fragestellungen liefert heute das Konzept des Product Lifecycle Managements (PLM). Bei Änderungen sorgt es dafür, dass alle betroffenen Bauteile entsprechend modifiziert werden. Zudem stellt es bereits während der Entwicklung sicher, dass alle Beteiligten miteinander reden – was das Krisenmanagement erleichtert.

Teamcenter treibt Teamarbeit

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Produktentwicklung sowie Fertigung und Betrieb integriert das PLM-Software-Portfolio Teamcenter 2005 in einem durchgehenden, digitallen Prozess. Erstmals vereint der Kölner Anbieter UGS dabei alle benötigten Komponenten in einem Release. Ähnlich dem Office-Paket von Microsoft, das ja auch aus verschiedenen Bausteinen bestehe, vereine Teamcenter 2005 alles was nötig sei, um den Lebenszyklus vom Ideenmanagement bis hin zum Service zu bewältigen, versprechen die Kölner. In Microsofts Office-Paket stecke zudem sehr viel Firmen-Know-how, so dass man die Zusammenarbeit mit der Redmondern vertiefe.
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