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Kommunikation über digitale Grenzen hinweg

Digital Engineering: Datenaustausch bleibt wichtiges Thema
Kommunikation über digitale Grenzen hinweg

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Das zentrale Thema der CAD/CAM-Anbieter auf der Cebit war Software, die den kompletten Lebenszyklus eines Produktes umfasst. Einigkeit besteht darin, dass dazu die Integration von Lösungen verschiedener Hersteller notwendig ist.

Michael Corban ist Redakteur im Konradin Verlag michael.corban@konradin.de

Eng verbunden mit der CAD/CAM-Thematik ist die Frage des Datenaustauschs. Auch wenn der Blick beim Product Lifecycle Management (PLM) wesentlich weiter geht – neben der Konstruktion rückt der gesamte Produktlebenszyklus in den Mittelpunkt des Interesses, bleibt die Frage des Zusammenspiels von Applikationen verschiedener Hersteller für den Anwender von entscheidender Bedeutung. In der Automobilindustrie wird dies leider häufig über den Zwang gelöst, nicht nur native Daten eines Systems zu liefern, die Modelle sind auch mit genau dieser einen Applikation zu erstellen. Glücklicherweise schließen sich dieser Sichtweise nicht automatisch auch die Hersteller von CAD/CAM- und PLM-Programmen an. Zu erkennen war auf der Cebit der Wille, die Integration mit anderen Softwareprodukten voranzutreiben.
Für EDS PLM Solutions gilt dies in zweifacher Weise. Denn die Kölner sind zunächst noch damit beschäftigt, die Produktlinien von UGS und SDRC nach der Fusion der beiden Unternehmen zusammenzuführen. Vorgestellt wurde zur Cebit Version 10 NX des 3D-CAD/CAM/CAE-Systems I-Deas, dessen Auslieferung im zweiten Quartal diesen Jahres beginnen soll. Mit dieser Version lassen sich Daten zwischen I-Deas 10 NX und Unigraphics NX einfach austauschen, verspricht der Anbieter. Die Software ist im Rahmen der NX-Strategie ein weiterer Schritt auf dem Weg zum CAD/CAM/CAE-System der nächsten Generation, das I-Deas und Unigraphics verbindet und im Jahr 2004 verfügbar sein soll. Interessant ist an der neuen Version 10 vor allem die Part/Component-Technologie. Damit teilen Anwender beliebige Teile einer Konstruktion in logische Bereiche auf. Im Team können sie so an unterschiedlichen Bereichen, aber dennoch im Zusammenhang des vollständigen Bauteils arbeiten.
Bereits als PLM-Lösung Teamcenter Engineering verbunden sind die beiden ehemaligen PDM-Lösungen I-Man und Metaphase. Mit Version 8.1 sollen sich digitale Prototypen schneller konfigurieren lassen. Außerdem stehen erstmalig integrierte Applikationen zur Fertigungsplanung zur Verfügung. Interessant dürfte insbesondere für Maschinenbauer eine vorkonfigurierte und schnell produktiv einsetzbare Branchenapplikation sein.
Ebenfalls vorgestellt wurde Version 14 der 3D-CAD-Software Solid Edge, die über die Rapid-Blue-Technologie für die einfache Entwicklung komplexer Flächen sorgen soll. Auch hier wurde die integrierte PDM-Funktionalität Insight.net um einen „Lifecycle Assistant“ erweitert, der vorkonfigurierte Workflows enthält.
Einen direkten Draht zur virtuellen Fabrikplanung erhalten die EDS-Kunden insbesondere über die bereits im letzten Jahr angekündigte Zusammenarbeit mit Tecnomatix. Im Rahmen dieser Allianz wollen beide Hersteller gemeinsam Software für das Manufacturing Process Management (MPM) anbieten. Ziel ist es, die Tecnomatix-MPM-Lösung Empower unter anderem aus Teamcenter heraus verfügbar zu machen, so dass der Übergang aus der Phase der Produktentwicklung in die Produktion möglichst schnell und reibungsfrei erfolgen kann.
Doch für den neuen Geschäftsführer der Tecnomatix GmbH aus Neu-Isenburg, Rainer Downar, soll dies keine Einbahnstraße bleiben: „Wir bleiben offen nach allen Seiten“, ist sein klares Bekenntnis. Auch Anwendern von Lösungen anderer Anbieter will er das Zusammenspiel mit den Tecnomatix-Produkten ermöglichen. Prinzipiell sei insbesondere die Kopplung an die gängigen PDM-Lösungen kein Problem, so Downar weiter. Die auf der Oracle-Datenbank basierende MPM-Software erlaubt nach Ansicht des Unternehmens über eine vereinheitlichte Umgebung die Zu-sammenarbeit zwischen unterschiedlichen Standorten sowie mit Kunden und Zulieferern.
Wer bereits die CAD/CAM/CAE-Lösung Catia einsetzt, für den dürfte im Bereich der digitalen Fabrik das Angebot der Fellbacher Delmia GmbH interessant sein, da hier auf lange Sicht sicherlich eine sehr enge Integration stattfindet. Für Harald Robok, seit rund einem halben Jahr für das PLM-Geschäft der Stuttgarter IBM Deutschland GmbH verantwortlich – und damit auch für den Vertrieb von Catia –, ist neben den einzelnen Softwareprodukten aber vor allem ein Punkt wichtig: „Der Service spielt für das Product Lifecycle Management – entsprechend unserem vierten Schlüsselbegriff Consult – die entscheidende Rolle mit einer individuellen Beratung sowie Support- und Serviceleistungen.“
Der gesamte Auftritt der IBM sollte die Bedeutung der vier Schlüsselbegriffe Create, Construct, Connect und Consult verdeutlichen und zeigen, wie sich alle PLM-Phasen der unternehmensweiten Produktentwicklung abdecken lassen. So geht es bei „Create“ zunächst um Entwicklung und Test des digitalen Modells, vor allem mit Catia. „Construct“ liefert den Übergang vom Modell hin zur Produktionsplanung und Fertigung. Hier spielen die beiden PDM-Systeme Enovia und Smarteam – letzteres richtet sich insbesondere an kleinere und mittlere Unternehmen – die zentrale Rolle. „Connect“ erlaubt schließlich darauf aufbauend das eigentliche PLM, die standort-übergreifende Zusammenarbeit von Abteilungen, Partnern und Zulieferern.
Speziell mit der deutschen Version der CAD/CAM/CAE-Software Pro/Engineer Wildfire trat die Parametric Technology GmbH (PTC) aus Unterschleißheim auf. Die neue Version ist neben Windchill das Herzstück der PTC-Lösungen für das PLM. Das Programm erlaubt die Zusammenarbeit mit weiteren Beteiligten, ohne dass eine zusätzliche Applikation erforderlich ist. Es ermöglicht aber auch den direkten Zugriff auf Komponenten der Windchill-Familie.
Web Services sichern Datenverfügbarkeit
Der Anwender soll sich in Pro/Engineer Wildfire schnell einarbeiten können. Die Benutzeroberfläche und der flexible Workflow helfen, die Software einfach zu erlernen und zu bedienen. Dies gelte auch für gelegentliche Anwender, verspricht PTC. Die Kommunikation zwischen Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten wird durch vollständig in die Benutzerumgebung integrierte Web-Services verbessert, die für die weltweite Verfügbarkeit von Produktinformationen sorgen sollen. „Unser Ziel war es, unseren Kunden umfassende Applikationen an die Hand zu geben“, sagt James Heppelmann, Executive Vice President für Softwarelösungen und CTO von PTC, „die mit einer revolutionären und zuverlässigen Architektur für Web-Services kombiniert sind.“
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