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Kraus-Maffei bleibt auf Erfolgskurs

Kunststoffmaschinenbauer verzeichnet Auftragssprünge
Kraus-Maffei bleibt auf Erfolgskurs

Josef Märtl, Krauss-Maffei-Chef (Bild: Krauss-Maffei): „Wir wachsen mit Hochtechnologie-Anwendungen.“
Mit einem überproportionalen Auftragseingang macht Krauss-Maffei Kunststofftechnik den Umsatzrückgang des letzten Halbjahres wett. Am Ende wird unterm Strich ein Zuwachs stehen, zeigt sich Geschäftsführer Josef Märtl überzeugt.

Die Krauss-Maffei-Gruppe mit Sitz in München hat im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2005/2006 den Auftragseingang um 8,9 % steigern können. Mit 305,6 Mio. übersprang er erstmals „die magische Zahl von 300 Millionen“, wie Josef Märtl berichtete. Der Vorsitzende der Geschäftsführung präsentierte die Halbjahresbilanz anlässlich des Sommerforums 2006 des Kunststoffmaschinenbauers in München. „Das Wachstum beim Auftragseingang kommt vor allem aus Hochtechnologieanwendungen und aus dem Exportgeschäft.“

Demgegenüber blieb der Umsatz mit 266,5 Mio. Euro um 3,6 % unter dem Vorjahr. Zurückzuführen sei dies darauf, so erklärte der Geschäftsführer, dass im Vergleichszeitraum 2004/2005 mehrere Großaufträge abgerechnet wurden. Für das am 30. September endende Geschäftsjahr erwartet er aber dennoch ein Plus bei Auftragseingang und Umsatz.
Alle drei Geschäftsbereiche der Krauss-Maffei Kunststofftechnik GmbH haben zum steigenden Auftragseingang beigetragen. Den größten Sprung erzielte die Sparte Extrusionstechnik. Hier erhöhte sich der Auftragseingang um 50,5 % auf 59,3 Mio. Euro durch die hohe Nachfrage nach Anlagen für die Profil- und Rohrextrusion aus der Türkei, Russland und den GUS-Staaten sowie nach Plattenextrusionsanlagen aus den USA. Für den Boom in der Türkei gibt es einen speziellen Grund, wie Märtl vermerkte: Seit dem 1. Januar können die Einwohner Hypothekendarlehen für den Hausbau aufnehmen. „Die neuen Richtlinien für die Kreditvergabe in der Türkei treiben die Nachfrage nach Profil- und Rohrextrusionsanlagen“, erklärte Märtl. In China indes hat Krauss-Maffei die ersten Extrusionsanlagen vor Ort in provisorischen Werkshallen fertiggestellt.
Die Sparte Reaktionstechnik erhöhte den Auftragseingang um 6,1 % auf 48,5 Mio. Euro. Darin sind erste Aufträge für den neueren Bereich Werkzeugtechnik enthalten. Auch der Auftragseingang der Sparte Spritzgießtechnik lag mit 197,9 Mio. Euro leicht über dem Vorjahreswert (+1,2 %).
Einen wichtigen Schritt nannte der Unternehmens-Chef die Umbenennung der Neureder AG in Krauss-Maffei Automation. Märtl will die Kompetenz in diesem Bereich ausbauen und zum Kerngeschäft machen. „Wir signalisieren damit unseren Kunden, dass wir ein weltweiter Anbieter von automatisierten Spritzgießlösungen sind.“ Krauss-Maffei Automation ist künftig an drei Standorten präsent – Schwerin, München-Allach und Oberding-Schwaig, wo das Kompetenzzentrum für komplexe Automationslösungen angesiedelt sein wird. Der bestehende Produktionsbereich in Allach wird weiter ausgebaut, eine Halle mit 900 m² wurde im April bezogen. „Wir haben einiges auf den Weg gebracht, um die Zukunft positiv zu gestalten“, lautet die Bilanz von Josef Märtl. Nächstes Ziel sei es, das erfolgreiche, letzte Geschäftsjahr 2004/2005 zu übertreffen. os
Krauss-Maffei bietet automatisierte Spritzgießlösungen
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