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Sparen: Fräsen statt Schleifen

Halten schier endlos lange: Fräsringe im Handwinkelschleifer
Sparen: Fräsen statt Schleifen

Schweißnahtvorbereitung | Wer viel Alu schweißt, für den gibt es gigantische Kosteneinsparmöglichkeiten, verspricht Mig Weld: Fräsringe, die im Gegensatz zu Schleifscheiben schier endlos halten. §

Autor: Olaf Stauß

„Das ist nichts fürs Finishing, das ist etwas für den Abtrag“, machte Mig-Weld-Chef Robert Lahnsteiner auf der Hannover Messe unmissverständlich klar. Doch hier biete die neue Methode die Chance, drastisch Kosten zu senken und sich die Arbeit zu erleichtern: Statt Schleifscheiben setzt der Werker spezielle Fräsringe in seinen Handwinkelschleifer ein. Die Lebensdauer entspreche dem Einsatz von etwa 5000 Fächerschleifscheiben, heißt es beim Anbieter aus Landau/Isar. Und Lahnsteiner bekräftigt: „Die Fräsringe halten zwischen 3000 und 4000 Stunden.“

Geeignet seien die Fräsringe für alle Fabrikate von Handwinkelschleifern, nur dass das Gerät bei Drehzahl und Leistung vernünftige Werte bringen müsse. Mindestens 1500 W Leistung und 12 000 min-1 stehen im Firmenprospekt. Also eine Option für alle, die intensiv Aluminium schweißen und die in das Vorbereiten der Schweißnähte viel Arbeit stecken.
Auch in anderen Einsatzgebieten soll sich die Methode auszahlen: bei Nichteisenmetallen, Kunststoff, GFK/CFK und Holz. Doch konzipiert wurden die Standard-Fräsringe zum Vorbereiten von Alu-Schweißnähten – andere Materialien lassen sich deswegen nur mit eingeschränkten Eigenschaften bearbeiten, so heißt es.
Die Fräsringe gibt es in zwei Ausführungen. Die eine zum Anfasen und Abtragen. Mit ihr lassen sich auch Schweißnähte einebnen und glätten. Bei der anderen handelt es sich um doppelseitige Fräsringe, die als „Schweißnahtwurzelöffner“ zum Ausarbeiten von Stumpf- und Kehlnähten eingesetzt werden. Bei Aluminium erfolgt dabei kein Verschmieren des Werkstoffes wie beim Schleifen, so dass Schweißnahtfehler sofort sichtbar werden.
Das primäre Ziel der Entwicklung ist es, Zeit und Geld zu sparen. Mig Weld präsentiert dafür verschiedene Kostenbetrachtungen (Diagramme). Als Standzeit für einen Fräsring bis zum ersten Nachschliff setzen die Bayern circa 300 bis 500 h an. Die Lebensdauer einer Fächerscheibe betrage bei Aluminium hingegen nur 30 min. Der Nutzer spart also nicht nur durch verringerte Werkzeugkosten, sondern auch durch wegfallende Werkzeugwechsel. Über 800 Euro sollen sich pro Fräsring einsparen lassen, so die Rechnung. Hinzu komme, dass sich die Fräsringe 5- bis 7-mal nachschleifen lassen. Die Gesamtlebensdauer erhöhe sich also um ein Vielfaches, ebenso wie die Summe der Einsparungen.
Wieso lassen sich die beim „Handfräsen“ auftretenden Kräfte überhaupt bewältigen? Laut Recherchen der Hannoveraner Messezeitung „Daily“ sind sie sogar geringer als beim Handschleifen – dank eines negativen Spanwinkels und spezieller Zähnegeometrien. •
Industrieanzeiger
Titelbild Industrieanzeiger 19
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19.2021
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