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„Wir arbeiten auch an der Abrundung der Produkte“

Logistik: Dr. Clemens Beckmann bringt das DHL Innovation Center auf kundenkurs
„Wir arbeiten auch an der Abrundung der Produkte“

„Wir stellen uns der Problematik, dass technologischer Fortschritt bereits in wenigen Jahren sehr viel verändern wird.“
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Als Zukunftswerkstatt für die Logistik will sich das neue DHL Innovation Center positionieren. Dr. Clemens Beckmann, Geschäftsführer der DPWN Business Consulting, trimmt die Denkfabrik strikt auf Kundenorientierung.

Das DHL Innovation Center, das im Herbst in Troisdorf eröffnet wird, soll schon heute Kundenlösungen für morgen entwickeln. Welche Erkenntnisse kommen demnächst zur Anwendungsreife?

Ein Beispiel ist die Funketikettentechnologie, bei der großflächige Anwendungen innerhalb einer durchgängigen Supply Chain jedoch noch am Anfang stehen. Bis RFID den Barcode in einem Transportsystem wie Express ersetzt, werden einige Jahre vergehen. Schneller wird RFID zusammen mit anderen modernen Technologien vornehmlich dort Einzug halten, wo es um sehr hochwertige Logistiklösungen geht. Denken Sie an Forderungen nach verbessertem Warenschutz, der ja auch mit Kosten einhergeht.
Welches sind die visionären Themen?
Etwa das Internet der Dinge, also selbststeuernde Systeme. Jüngst haben Renault und Mercedes, um ein Beispiel aus der Automobilindustrie zu nennen, eine Kooperation beschlossen, um Fahrzeuge zu befähigen, Warnmeldungen von Auto zu Auto via lokalem Informationsaustausch weiterzugeben. Ähnliches kann ich mir auch in der Logistikkette gut vorstellen, wo sehr viele Informationen lokal aufgenommen werden, über Umgebungen oder Staus etwa. Über die Verkehrssteuerung hinaus interessiert aber auch das Auslastungsmanagement. So ist im Lkw-Transport das Vermeiden von Leerfahrten der Effizienz steigernde Hebel. Hierfür bedarf es leistungsfähiger, dezentraler Steuerungsmechanismen.
Wie schafft man die Umsetzung und welche Rolle spielen Ihre Anstrengungen hier?
Als Logistiker bringen wir nicht wie ein Automobilhersteller alle drei Jahre neue Produkttypen auf den Markt. Ein Paket bleibt ein Paket. Vielmehr arbeiten wir an der Abrundung der Produkte. Kein Logistiker hat übrigens weltweit eine Art F+E-Abteilung. Aber wir haben ja erlebt, wie schnell das Medium Internet in der Logistik Fuß gefasst hat. Deshalb stellen wir uns der Problematik, dass ein technologischer Fortschritt nicht mehr wie früher oft 20 Jahre dauert, sondern sich heute bereits in fünf bis sechs Jahren sehr viel verändern kann. Als größter Logistikdienstleister weltweit erkennen wir hier auch eine klare Führungsrolle …
… und sehen das DHL Innovation Center dennoch als Zukunftswerkstatt, obwohl es sich nicht mit Grundlagenforschung befasst?
Genau, wir werden ein Zentrum schaffen, in dem alle unsere Unternehmensbereiche gemeinsam an innovativen logistischen Lösungen und Mehrwerten, basierend auf neuen Technologien, arbeiten. Überdies haben wir ein Partnerkonzept entwickelt, um bestimmte Technologien zu identifizieren und weltweit danach Ausschau zu halten, wer einen substanziellen Beitrag zur weiteren Entwicklung leisten kann. In Entwicklungskooperationen zielen wir darauf ab, zusammen mit den anderen Dienstleistern eine Lösung zu finden. Bei allem steht die Anwendungsentwicklung im Vordergrund und es sitzt immer auch ein Kunde mit im Boot, der seinen aktuellen Bedarf formuliert und sein Problem zusammen mit uns lösen will.
Erklärt diese Kundensicht, warum rund ein Drittel des 3500 Quadratmeter großen Neubaus der Präsentation gewidmet ist?
Ja, die zweite Hauptfunktion des Innovation Center neben der Entwicklung ist es, das schwierige Thema Supply Chain und Logistik anfassbar zu machen. Wer seine Logistik verbessern will, dem zeigen wir hier, was State of the Art ist und was in der Logistikkette noch möglich ist. Zugleich demonstrieren wir, wie wir komplexe globale Waren- und Informationsströme koordinieren. Denn mit der weit reichenden Globalisierung wird das auch für relativ kleine Mittelständler ein immer wichtigeres Thema.
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