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Wirtschaftliche Auswirkungen der Corona-Krise

Wirtschaftliche Auswirkungen der Corona-Krise
Arbeitslosigkeit wird sich aufgrund der Covid-19-Pandemie verdoppeln

Die Corona-Pandemie könnte 25 Millionen Menschen in die Arbeitslosigkeit führen. Bild: Ryanking999/stock.adobe.com
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In allen Industriestaaten der Welt bangen Beschäftigte seit Ausbruch des Coronavirus um ihren Arbeitsplatz oder haben diesen bereits verloren. Und tatsächlich wird sich die Arbeitslosigkeit laut einer Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) verdoppeln. Im April 2020 ist die Zahl im OECD-Raum um 3 Punkte auf 8,5 % gestiegen. Das ist der höchste Wert der letzten zehn Jahre.

Im Mai ist die Quote zwar wieder leicht auf 8,4 % gesunken, dies läge jedoch hauptsächlich an gegenläufigen Trends. In den USA zum Beispiel verloren viele Menschen aufgrund des Lockdowns ihren Arbeitsplatz, einige kehrten aber aufgrund von Lockerungen wieder in den Beruf zurück. In anderen Ländern des OECD-Raums verfestigt sich die Arbeitslosigkeit hingegen oder nimmt zu.

Quote der Arbeitslosigkeit könnte auf 9,4 % steigen

Selbst im günstigsten Fall geht der OECD-Beschäftigungsausblick 2020 davon aus, dass die Arbeitslosenquote im vierten Quartal 2020 9,4 % erreichen könnte. Das wäre der höchste Wert seit der Weltwirtschaftskrise der 30er Jahre und würde 25 Millionen neue Arbeitslose bedeuten.

Die Beschäftigung dürfte 2020 im Durchschnitt 4,1 bis 5 % niedriger sein als 2019. Auch Ende 2021 wird die Beschäftigungsquote wohl noch unter Vorkrisenniveau liegen, so die Studie.

Deutschland kommt im Vergleich mit den 37 weiteren OECD-Mitgliedsstaaten noch gut weg. Grund hierfür ist die niedrige Arbeitslosigkeit vor der Krise. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung erwartet für die BRD dennoch einen sehr hohen Anstieg der Arbeitslosenzahlen. Südliche Bundesländer wie Bayern oder Baden-Württemberg seien davon besonders betroffen.

Geringverdiener und Frauen am stärksten betroffen

Den höchsten Preis in der Krise zahlen Geringverdiener und Frauen. Während die oberen Einkommensschichten zu Lockdown-Zeiten mit 50 % größerer Wahrscheinlichkeit von zu Hause aus arbeiten konnten als Geringverdiener, mussten diese doppelt so häufig ihre Arbeit ganz aufgeben.

Auch Frauen trifft es hart. Viele von ihnen arbeiten in den am stärksten betroffenen Branchen, ein überproportional hoher Anteil zudem in prekären Beschäftigungsverhältnissen. Selbstständige, befristet Beschäftigte und Teilzeitkräfte sind besonders von Arbeitsplatz- und Einkommensverlusten betroffen.

Langzeitfolgen andauernder Arbeitslosigkeit verhindern

Die OECD gibt in ihrem Beschäftigungsausblick eine Reihe von Empfehlungen, die den Ländern helfen sollen. So ist es auf kurze Sicht unerlässlich, weiterhin die Branchen zu unterstützen, die noch unter Beschränkungen zu leiden haben und diesen Hilfen zukommen zu lassen.

Auch gilt es, Unternehmen, die neue Arbeitskräfte einstellen, sollten unterstützt werden. Dies sei entscheidend, um negative Langzeitfolgen andauernder Arbeitslosigkeit und Nichterwerbstätigkeit zu verhindern.

Für viele Menschen wird es schwierig bleiben, den Weg in eine neue Beschäftigung zu finden. Für manche Länder ist es deshalb ratsam, die Dauer des Arbeitslosengeldbezugs auszudehnen, damit Arbeitssuchende nicht zu schnell in die Sozialhilfe abrutschen. Auch die Nothilfen für Selbstständige sollten geprüft werden, um sicherzustellen, dass sie zielgerichtet sind, Anreize setzen und Fairness gewähr­leisten.

Kontakt:

OECD Berlin Centre
Schumannstraße 10
10117 Berlin
Deutschland
Tel.: +49 30288835-46
www.oecd.org

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