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Den digitalen Wandel mittels Ökosystem meistern

Digitalisierung
Wie Mittelständler den digitalen Wandel in eine erfolgreiche Zukunft meistern können

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Der digitale Wandel ist in vollem Gange. Unternehmen müssen sich neu aufstellen und relevante digitale Services etablieren. Bild: Robert Kneschke/stock.adobe.com
In den Naturwissenschaften gelten Ökosysteme wegen ihres funktionalen Nutzens für die Umwelt und für sich selbst häufig als schützenswert, denn darin vernetzen sich verschiedene Elemente auf synergetische Weise und entwickeln sich ebenso dynamisch wie unbegrenzt weiter. Ökosysteme bieten aber auch aus unternehmerischer Sicht einen bedeutsamen Vorteil – insbesondere im Hinblick auf komplexe Veränderungsprozesse wie die Digitalisierung.

» Jonas Grundler, Head of IoT & Digital Innovation der Novatec Consulting GmbH

Die Digitalisierung ist längst in der Fertigungsbranche angekommen: Der internationale Wettbewerbsdruck, steigende Kundenanforderungen hinsichtlich Customizing sowie der weltweit nahezu uneingeschränkte Zugriff auf Produkte und Dienstleistungen treiben die Automatisierung und Arbeitsteilung in mittelständischen Produktionsunternehmen weiter voran. Es bedarf zunehmend digitaler Technologien, wie etwa KI-gestützter Anlagensteuerungen, unternehmensübergreifend vernetzter Produktions- oder intelligenter Logistiksysteme. Diese sind erforderlich, um Lieferketten bei Bedarf agil anzupassen, ortsunabhängiges Arbeiten an gemeinsamen Projekten zu ermöglichen oder um virtuelle Inbetriebnahmen durchzuführen. Dabei geht es stets darum, den Kundennutzen zu erhöhen, neue Geschäftsmöglichkeiten zu kreieren oder die Effizienz zu verbessern. Wer es nicht schafft, sich technologisch optimal für die Zukunft aufzustellen und relevante digitale Services zu etablieren, wird vom Wettbewerb abgehängt.

Gerade im deutschen Mittelstand besteht erheblicher Nachholbedarf – was durch die Pandemie besonders deutlich zu Tage getreten ist. Doch für einen Mittelständler ist es schwer, den digitalen Wandel aus eigenem Antrieb und mit eigenen Mitteln zu vollziehen.

Synergien zwischen Mittelstand und Startups erzeugen

Die Lösung besteht in einer engen Kollaboration mit anderen Firmen und Startups, um die eigene Innovationstätigkeit zu steigern. In einem plattformbasierten IT-Ökosystem können Mittelständler und Startups gegenseitig von ihrem Know-how, ihrer Erfahrung und ihren Ideen profitieren. Beispielsweise haben etablierte Unternehmen bewährte Prozesse und Strukturen, die für bestehende Produkte und Märkte optimiert sind. Sie bilden eine entscheidende Grundlage für den gegenwärtigen Geschäftserfolg, hemmen unter Umständen jedoch die Innovationstärke. Um aber innovativ und wettbewerbsfähig zu sein und vielversprechende Ideen tatsächlich bis zur Marktreife zu bringen, müssten Firmen in bestehende Abläufe eingreifen – ohne zu wissen, ob sich die Idee durchsetzen wird. Das birgt hohe unternehmerische Risiken und ist für Mittelständler zumeist mit kaum zu stemmenden Zeit- und Kostenaufwänden verbunden.

Hier spielen Startups ihre strukturellen Vorteile aus: Mit ihren flachen Hierarchien, agilen Arbeitsweisen und der gelebten Offenheit für Neues sind sie flexibler, kostengünstiger und können neue Ideen mit deutlich geringeren Auswirkungen auf ihr Tagesgeschäft ausprobieren. Zudem hat ein Startup einen unverstellten Blick auf den Markt und das Business, wodurch es völlig neue Ideen entwickeln kann. Diesen Vorteil bieten auch branchenfremde Unternehmen, die als Außenstehende neue Impulse geben. Das können beispielsweise Unternehmens- oder IT-Berater sein.

Ökosysteme mit Unternehmen unterschiedlichster Couleur

Ein Unternehmen sollte sich daher in seinem Business Development nicht nur auf die Zusammenarbeit mit Startups beschränken, sondern auch mit anderen Unternehmen kollaborieren. Dafür bietet ein Ökosystem die optimale Basis: Die Macher im Netzwerk – ob Newcomer, etabliertes Unternehmen oder IT-Berater – kennen die jeweiligen fachlichen Themen, Branchenspezifika sowie Märkte und stellen sich darauf ein. Um ihre Innovationskraft zu stärken, sollten Mittelständler sogar einen Schritt weitergehen und sich regelmäßig in bestehenden Ökosystemen umsehen, um sich zu neuartigen Denkansätzen inspirieren zu lassen. Hier existieren bereits branchenspezifische Plattformen, wie zum Beispiel Adamos, OI4 oder Siemens MindSphere, aber auch branchenübergreifende IT-Ökosysteme wie Software AG Cumulocity sowie auf Startups spezialisierte Plattformen wie Gründermotor.

Beratung zum passenden Ökosystem ist unverzichtbar

Um ein Ökosystem zu finden, das einen Mittelständler bei der Digitalisierung und Innovationssteigerung unterstützt, sind IT-Berater eine gute Anlaufstelle. Sie kennen die Trends des digitalen Wandels und bringen dieses Wissen kontinuierlich in die Ökosysteme ein. Die Berater, die selbst Teil des Ökosystems sind, sind geschult darin, Startups zu bewerten und den Unternehmen die richtigen Partner zu empfehlen. Nicht zu vergessen: Dank ihrer umfangreichen Erfahrung bauen sie dem Mittelständler sehr schnell die Brücke zu erfahrenen Playern, etwa Finanzierungspartnern.

Bei der Wahl des Ökosystems sollten Unternehmen darauf achten, dass

  • der Betreiber eines plattformbasierten IT-Ökosystems aktiv hinsichtlich Branchenentwicklungen kommuniziert und über Praxisreferenzen im Bereich Kollaboration verfügt,
  • die im Netzwerk vorhandenen Unternehmen und Startups zueinander passen. Sie müssen dabei keineswegs aus der gleichen Branche stammen, sondern sich gegenseitig einen Mehrwert bieten,
  • sich der Plattformbetreiber oder involvierte IT-Dienstleister in der Zusammenarbeit mit Startups engagiert.

Ein bestehendes Business-Ökosystem in Deutschland, das sich bereits bewährt hat, ist beispielsweise „Gründermotor Baden-Württemberg“. Es verbindet große Mittelständler, Startups, wissenschaftliche Institutionen sowie kommunale Einrichtungen und Initiativen. Besonders hervorzuheben ist die intensive Kommunikation innerhalb des Netzwerks.

Fazit: Dank Ökosystem zukunftsfähig

Die Herausforderungen im produzierenden Gewerbe werden weiter steigen. Schnelllebige Absatzmärkte, kürzere Produktzyklen sowie der wachsende Bedarf an individuell angepassten Produkten zwingen den deutschen Mittelstand zur Veränderung. Nur mit innovativen sowie auf Kundennutzen und Effizienz ausgerichteten Lösungen können mittelständische Unternehmen im internationalen Wettbewerb bestehen. Wer das für sich richtige Ökosystem gefunden hat, profitiert sofort von bestehenden Strukturen sowie Technologien und dem vorhandenen Know-how – und kann all das schnell an seinen individuellen Bedarf anpassen. So zündet der Mittelstand den Turbo für seinen digitalen Wandel.

Kontakt:
Novatec Consulting GmbH
Straße: Bertha-Benz-Platz 1,

Ort: 70771 Leinfelden-Echterdingen

Tel.: +49 711 22040700
Mail:
www.

IT-Unternehmen oder -Berater fungieren als Drehscheibe für Startups und etablierte Unternehmen, um eine synergetische Vernetzung zu erreichen.
Grafik: Novatec
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7.2022
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