Arbeitsschutz

Beleuchtungssanierung muss die Produktionsabläufe nicht stören

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Beim Kupferspezialisten KME Mansfeld wurde in 34 Hallen die veraltete Beleuchtungstechnik durch LED-Lampen ersetzt. In den neun Monaten der Umrüstung kam es zu keiner einzigen Produktionsunterbrechung.

Die gute Nachricht zuerst: Die Umstellung alter Beleuchtungsanlagen auf moderne LED-Technik in deutschen Industrieunternehmen schreitet voran. Die schlechte: Ausgerechnet energieintensive Branchen wie die Metallindustrie hinken dort allerdings noch hinterher. Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Die einen fürchten vermeintlich hohe Kosten für die Umstellung, die anderen haben Angst vor Störungen oder gar Produktionsunterbrechungen im täglichen Ablauf, die beim Tausch der alten Quecksilberdampflampen gegen neue LED-Leuchten passieren könnten. Deswegen ist es in den Fertigungshallen oft so, dass die Beleuchtungstechnik in den Hintergrund tritt im Vergleich zu den Maßnahmen, die den eigentlichen Produktionsprozess effizienter machen. So weit, so schlecht.

Doch jetzt kommt eine weitere gute Nachricht: Die geschilderten Befürchtungen sind unbegründet. Das zeigt zum Beispiel der Fall der KME Mansfeld GmbH. Das Unternehmen, vormals MKM Mansfelder Kupfer und Messing GmbH, ist seit März 2019 Teil der KME Gruppe und damit einer der großen Hersteller von Produkten aus Kupfer und Kupferlegierungen in Europa. Das Werk mit einer Fläche von rund einem Quadratkilometer wurde ohne eine einzige Produktionsunterbrechung in enger Abstimmung mit der Belegschaft umgerüstet. Das Ganze war keine Hexerei, sondern ein ganz normaler Auftrag für die Spezialisten der Deutschen Lichtmiete, einem Industriedienstleister für die Herstellung und Vermietung hochwertiger und energieeffizienter LED-Beleuchtung. Durch den Eingriff wurde der Energieverbrauch bei KME Mansfeld um mehr als 5 GWh pro Jahr reduziert. Außerdem ist die Einhaltung sämtlicher Vorgaben der Technischen Regeln für Arbeitsstätten ab sofort dauerhaft gewährleistet und liegt künftig im Verantwortungsbereich des externen Beleuchtungspartners, also der Deutschen Lichtmiete.

Die Kupferprofis verbesserten bereits vor zwei Jahren ihre Energieeffizienz. Damals wurden die veralteten Halogen-Metalldampflampen (HQI) und Quecksilberdampflampen (HQL) im Produktionsbereich „Band“ gegen eine moderne LED-Beleuchtung inklusive tageslichtabhängiger Steuerungstechnik ausgetauscht. Die Sanierung weiterer Bereiche hielt sich das Unternehmen zunächst offen. Der praktische Betrieb führte dann allerdings zu einem überzeugenden Ergebnis. Allein die Umrüstung einer Halle hatte große Auswirkungen auf den Energieverbrauch und die beleuchtungsbezogenen Gesamtkosten, die um 23 % sanken. Die enorme Kostenreduktion kam aber nicht allein wegen der Effizienz der LED-Technik zustande, sondern auch deswegen, weil KME die neue Beleuchtung nicht kaufte, sondern mietet. Beim Beleuchtungspartner Deutsche Lichtmiete entfällt die Investition komplett. Stattdessen zahlt das Unternehmen eine monatliche Mietpauschale. In der Komplettlösung nach dem Prinzip „Light as a Service“ sind neben Planung und Installation auch Wartung, Service und gegebenenfalls Reparatur und Austausch bereits enthalten.

Die Umstellung geschah immer in enger Abstimmung mit den Belangen der Mitarbeiter

Somit war die Umrüstung des gesamten Werks eine logische Konsequenz. Auch deswegen, weil unter den Mitarbeitern in den Bereichen, wo noch die alten Funzeln an den Decken hingen, der Wunsch nach einer Beleuchtungssanierung stieg. „Der Vorher-Nachher-Effekt in den umgerüsteten Hallen war enorm und die Qualität der Beleuchtung verbesserte sich deutlich“, schwört Nico Strecker, verantwortlicher Energiemanager bei KME Mansfeld. Er erzählt aber auch, dass es zuvor skeptische Stimmen innerhalb der Belegschaft gab, die eine so umfangreiche Sanierungsmaßnahme als dauerhafte Störung ansahen. Allerdings waren die Befürchtungen unbegründet. Die Deutsche Lichtmiete sanierte insgesamt 34 Hallen in dem Werk von August 2018 bis Mai 2019. Die Umstellung geschah Schritt für Schritt und immer in enger Abstimmung mit den Belangen der Mitarbeiter. Dabei kam es während des gesamten Umrüstungsprozesses zu keiner einzigen Produktionsunterbrechung. „Wir haben kaum gemerkt, dass in dieser Zeit ein Elektropartner der Deutschen Lichtmiete im Haus war“, sagt Strecker: „Obwohl in mehreren Hallen sogar die Elektrik komplett erneuert wurde.“

Neben der massiven Reduktion des Energieverbrauchs von 7,6 auf 2,4 GWh pro Jahr sieht Nico Strecker einen weiteren erheblichen Vorteil darin, dass im Paket der Deutschen Lichtmiete auch die Einhaltung der spezifischen Technischen Regel für Arbeitsstätten mit ihren unterschiedlichen Anforderungen dauerhaft gewährleistet ist. Dabei ist jeder einzelne Bereich mit abgedeckt. Das Spektrum reicht von der Gießerei über die Walzanlage bis hin zu sämtlichen Verkehrs- und Versandbereichen. (ub)



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