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Siemens weitet virtuelle Kraftwerke auf die Industrie aus

Siemens weitet virtuelle Kraftwerke auf die Industrie aus
Energiespeicher, Kraftwerk und Finanzierung aus einer Hand

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Siemens entwickelt eine flexible Lösung für eine finnische Brauerei, die den Energieverbrauch senkt. Bild: thingamajiggs/stock.adobe.com
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Die finnische Brauerei Sinebrychoff hat ein virtuelles Kraftwerk, aktuelle Energiespeichertechnologie und Finanzierungslösungen von Siemens im Einsatz. Damit werde eines der ersten Beispiele für Energieflexibilität an einem Industriestandort geschaffen.

Siemens hat für die finnische Brauerei Sinebrychoff, ein Tochterunternehmen der Carlsberg-Gruppe, ein neues Geschäftsmodell zur weiteren Förderung der Energieoptimierung entwickelt. Das Herzstück der Lösung, die im Werk im Raum Helsinki umgesetzt wird, bilden ein virtuelles Kraftwerk und aktuelle Energiespeichertechnologie, unterstützt von Finanzierungslösungen.

Kooperation mehrerer Partner für neues Energie-Geschäftsmodell

Dieses Modell erforderte eine enge Kooperation zwischen unterschiedlichen Partnern. Für die Finanzierungslösungen arbeitete Siemens Smart Infrastructure (SI) mit dem in der Schweiz ansässigen Unternehmen MW Storage International AG zusammen, das die anfängliche Projektinvestition sicherte, sowie mit Siemens Financial Services (SFS), die ihr Fachwissen in den Bereichen Risikomanagement und Deal-Strukturierung einbrachte. MW Storage International ist zu 69 % am Projekt beteiligt. SFS schuf den finanziellen und rechtlichen Rahmen, war maßgeblich an der Entwicklung des Geschäftsmodells beteiligt und ermöglichte durch intelligente Finanzierung den Aufbau des VPP. Fluence, ein Joint Venture von Siemens und AES, bringt sein speziell für gewerbliche Anwendungen konzipiertes 20-MW-Energiespeichersystem Edgestack in das Projekt ein. Vibeco, eine auf VPP spezialisierte Tochtergesellschaft von Siemens Finnland, liefert die Handelsplattform für Energie-Transaktionen.

„Wir arbeiten seit Jahren mit Sinebrychoff zusammen, um deren Energieeffizienz- und Emissionsziele zu unterstützen. Dank historischer Energiedaten und indem wir die Kompetenzen unterschiedlicher Akteure bündeln, können wir jetzt durch Digitalisierung das Einsparpotenzial schaffen und eine verbesserte Energieversorgung der Brauerei erreichen“, sagte Matthias Rebellius, Mitglied des Vorstands der Siemens AG und CEO Smart Infrastructure. „Gemeinsam mit unseren Partnern sind wir in der Lage, ein innovatives Servicemodell anzubieten, um Industrieunternehmen aktiv beim Übergang zur Green Economy zu unterstützen.“

Niedrigerer Energieverbrauch bei Sinebrychoff

Neben der Entwicklung des Servicemodells und Einbringung seiner Fachkompetenz wird Siemens Smart Infrastructure die Netzanbindung der Anlage aufrüsten und für die Energieoptimierung der Anlage verantwortlich sein. Mit dem neuen Energie- und Speichermodell soll die finnische Brauerei ihren jährlichen Energieverbrauch und die CO2-Emissionen senken. Sinebrychoff stellt die Fläche für das Energiespeichersystem zur Verfügung, das halb so groß wie ein Fußballfeld ist. Das Unternehmen nutzt Energie aus dem Speichersystem für den eigenen Betrieb. Die Vorteile für den Getränkeersteller seien eine verbesserte Energieeffizienz, eine neue Einnahmequelle, erweiterte Analysen und die Integration von Wettervorhersagen. Die Stromlast des Werks ist an den finnischen Energiemarkt angeschlossen, für den Fingrid, der nationale Netzbetreiber des Landes, zuständig ist. Das digitale Ökosystem soll im Sommer 2021 in Betrieb genommen werden. (nu)

Mietbasierter Energiespeicher

Das Energiespeichersystem Edgestack von Fluence basiert auf dem Technologiestack der sechsten Generation, der werksfertige Hardware, Software und datengestützte Intelligenz miteinander verbindet, wie es laut Anbieter heißt. Der Energiespeicher zeichnet sich durch ein modulares Design aus und unterstützt gewerbliche und industrielle Anwendungen. Dadurch hilft er Kunden teure Spitzenlasten zu vermeiden, Frequenzen zu regulieren und Spannungs-schwankungen auszugleichen.

Kauf, Installation und Betrieb des Systems werden von Siemens und Vibeco übernommen. Der Netzbetreiber Fingrid erwirbt zusätzliche Leistungen, wie beispielsweise Primärfrequenzregelung, die von dem bei Sinebrychoff installierten Energiespeichersystem unterstützt werden. Dank der von Fingrid eingerichteten nationalen Marktplätze für Reserveleistung und Netzausgleich kann das Speichersystem das Netz automatisch und kontinuierlich ausgleichen.

Virtuelles Kraftwerk gleicht Lastschwankungen intelligent aus

„Wir sehen darin das Speichermodell der Zukunft für eine Reihe unterschiedlicher Branchen, darunter auch für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie“, fügte Wilfried Karl, CEO von MW Storage International, hinzu.

Das Projekt dient als neues Vorzeigeprojekt für die VPP-Lösung von Siemens, die auf einer Softwareplattform läuft. Diese Plattform gleicht elektrische Lasten von Gebäuden oder Produktionsanlagen, die in einem Microgrid miteinander verbunden sind, auf intelligente Weise aus und bezieht dabei erneuerbare Energien und Energiespeicherung mit ein.

Weitere Informationen zu Siemens Smart Infrastructure finden Sie unter: www.siemens.de/smart-infrastructure

Weitere Informationen zu Siemens Financial Services finden Sie unter: www.siemens.com/finance

Kontakt:

Siemens AG
Smart Infrastructure
Theilerstrasse 1a
6300 Zug, Schweiz
www.siemens.com/de

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