Automatisiertes Präzisionsfräsen in der Medizintechnik

Damit gelingt jede Operation

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Mit passgenauen und trotzdem flexibel nutzbaren Hermle-Bearbeitungszentren produziert Fetzer Medical als OEM-Partner nach Kunden-Spezifikationen unterschiedliche Chirurgie-Instrumente und Medizintechnik-Bauteile.
„Von der Idee zum Fertigprodukt oder: All in one inclusive Labeling!“ – so lautet das Credo der mittelständischen Fetzer Medical GmbH & Co. KG in Tuttlingen. Basierend auf einer langen Familientradition in der Entwicklung und Produktion von Chirurgie-Instrumenten und Medizintechnischen Geräten, entschieden die Geschwister Berndt und Peter Fetzer sowie Gloria Nieder, sich als unabhängiger OEM-Lieferant zu betätigen und dafür alle erforderlichen personellen sowie technischen Voraussetzungen zu schaffen.
Das Unternehmen startete ein umfassendes Investitions-, Qualifizierungs- und Zertifizierungs-Programm, und stieg 2008 gleich in die 5-Achsen-Bearbeitung ein. Jürgen Stickel, Geschäftsführer von Fetzer Medical, zur Philosophie des Hauses: „Wir verstehen uns als moderner OEM-Lieferant, der die Ideen seiner breiten Kundschaft von der Entwicklung und Konstruktion über die Fertigung und das Labeling in Qualitätsprodukte umsetzt. Wir verfügen über alle mechanischen Bearbeitungstechnologien, ein durchgängiges Qualitätssicherungssystem, haben für alle europäischen und amerikanischen Märkte die notwendigen Qualifizierungen und Zertifizierungen, und wir leben das Ziel, trotz sehr hoher Produkt- und Stückzahl-Varianz, auftragsflexibel und schnell liefern zu können.“
Durchgängiges Konzept gibt Sicherheit
Fetzer bearbeitet alle relevanten Materialien einschließlich Titan und fertigt sowohl Prototypen und Einzelteile als auch Komponenten und Komplettgeräte in Serie. Die Tuttlinger liefern die Kundenteile gebrauchsfertig aus. Dafür nutzt das aktuell 45 hochqualifizierte Fachkräfte zählende Unternehmen unter anderem 5-Achsen-Hochleistungs-Bearbeitungszentren, 9-Achsen-Dreh-Fräszentren, 5-Achsen-Schleifzentren und CNC-Drehmaschinen. Mit einem Anteil von 75 % stellen diffizile Fräs- und Bohrbearbeitungen den Löwenanteil der Fertigungsaufgaben. Und für diese Operationen setzte Fetzer von Anfang an auf unterschiedliche 5-Achsen-Bearbeitungszentren der Gosheimer Berthold Hermle AG. „Für die 5-Achsen-Komplettbearbeitung in einer oder zwei Aufspannungen ist das Konzept der Hermle-Maschinen mit drei Achsen im Werkzeug und zwei Achsen im Werkstück ideal“, begründet Fertigungsleiter Bernd Zepf die Entscheidung. Außerdem hätten sowohl er als auch einige andere Mitarbeiter schon früher sehr gute Erfahrungen mit Maschinen aus Gosheim gemacht. Dabei hätten besonders die Steuerung und Programmierung, die vergleichsweise einfache Bedienung und der reaktionsschnelle und kompetente Service überzeugt.
Diese Erfahrung habe schließlich den sofortigen Einstieg in die 5-Achsen-Technologie und die Investition in ein Bearbeitungszentrum des Typs C 40 U erleichtert. Mit den Jahren und wegen des guten Geschäftsgangs mussten die Kapazitäten erhöht werden und es folgten mehrere, teils automatisierte Hermle-Bearbeitungszentren. Heute stellt Fetzer Medical eine termingerechte OEM-Produktion mit fünf Bearbeitungszentren sicher.
Mit der ersten 5-Achsen-Maschine erweiterten die Fertigungsspezialisten ihr Know-how und bauten ihre Kompetenz aus. Heute kommt die Maschine vorwiegend für die Vorfertigung sowie zur Prototypen-, Muster- und Kleinserien-Bearbeitung zum Einsatz. Zwei Hochleistungs-Bearbeitungszentren des Typs C 22 U sind mit Palettenwechslern des Typs PW 150 ausgestattet. Auf ihnen bearbeitet Fetzer unterschiedlichste Bauteile in Serie oder in Chargen bis 300 Stück. Ein weiteres 5-Achsen-BAZ des Typs C 12 U ist mit einer RS05-Roboterzelle kombiniert. Diese Anlage fertigt eine als Modulbaukasten konzipierte Scheren-Produktfamilie. Für flexible Arbeiten im Bereich Fertigungs-Vorbereitung wie etwa das Herstellen von Referenzflächen oder für den Vorrichtungsbau haben die Tuttlinger ein C 800 V-Zentrum angeschafft.
Da alle installierten Hermle-Bearbeitungszentren auf demselben Konzept basieren und der gleichen Steuerungs- und Bedienphilosophie folgen, ist der Wiedererkennungsfaktor beim Wechsel von einer Maschine zur anderen hoch. Das sorgt für Sicherheit und Akzeptanz bei den Mitarbeitern und ist für die produktive Nutzung der Maschinen von Vorteil, die grundsätzlich im Einschichtbetrieb erfolgt. Die mit Palettenwechsler oder Robotersystem ausgestatteten Zentren arbeiten als mannlose Anlagen in die Nacht und ins Wochenende hinein.
Validierungen vereinfacht
Der Aufstieg von der 5-Achsen-Simultanbearbeitung mit dem C 40 U zur automatisierten Fertigung mit den Zentren C 22 U mit 11-fach-Palettenwechsler sowie dem C 12 U mit Roboterzelle RS 05 war für die Fertigungstechniker von Fetzer gut zu beherrschen, so dass diese Anlagen schnell für einen ordentlichen Schub hinsichtlich Produktivität und Ausstoß sorgten.
Doch zu diesen „Hard-Facts“, wie Sascha Riesinger, Sales Manager bei Fetzer Medical, die Vorzüge der High-End-Fertigungstechnik nennt, kommen noch „Soft-Facts“, die in der anspruchsvollen Fertigung von einfacheren bis komplexen Chirurgie-Instrumenten und Medizintechnik-Geräten eine entscheidende Rolle spielen. „Da auch unser gesamtes Fertigungs- und Qualitätssicherungs-Equipment nach den Vorgaben der einschlägigen EU- und US-Institutionen durchgängig validiert und zertifiziert sein muss, ist es bezüglich der US-Zertifizierungen von großem Vorteil, dass viele amerikanische Medizintechnik-Unternehmen ebenfalls mit validierten Hermle-Bearbeitungszentren produzieren“, sagt Riesinger. Wenn ein Unternehmen in relativ kurzer Zeit von 0 auf 3600 m² ein komplett neues Produktionszentrum auf die Beine stelle und mit Fertigungs-Equipment ausrüste, sowie parallel dazu Qualifizierungs-Maßnahmen für Validierungen und Zertifizierungen anstehen, dann sei es durchaus hilfreich, auf Erfahrungen aus dem betreffenden Bereich zurückgreifen zu können. „Das macht für uns die Validierungen viel einfacher und schneller und wir können für unsere Kunden ein schnelleres Time-to-Market realisieren“, berichtet der Sales Manager.
Edgar Grundler, Fachjournalist in Allensbach
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