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Flexibel und produktiv durch Automation

Werkzeugschleifen: Premieren erweitern den Einsatzbereich
Flexibel und produktiv durch Automation

Ob längere oder kleinere Werkzeuge – die auf der Grindtec erstmals vorgestellten Maschinen erweitern den Arbeitsbereich der bisherigen Modelle. Zudem arbeiten sie automatisiert und verbessern so die Produktivität.

Die Grindtec hat sich gerade für die Hersteller von Schleifmaschinen zu einer der wichtigsten Messeplattformen entwickelt. Das zeigt sich nicht nur daran, dass alle namhaften Anbieter vor Ort sind. Auch die Tatsache, dass viele Neuheiten in Augsburg Premiere feiern, bestätigt die Bedeutung der Schleiftechnikmesse. Ein Beispiel dafür ist die neue Hochleistungs-Werkzeugschleifmaschine Helitronic Vision Long der Tübinger Walter Maschinenbau GmbH (Halle 7, Stand 7041). Mit ihr können rotationssymmetrische Präzisionswerkzeuge wie Fräser, Bohrer, Stufenbohrer, Holzbearbeitungs- oder Profilwerkzeuge bis 700 mm Gesamtlänge aus HM, HSS, Keramik, Cermet und CBN geschliffen werden.

Basierend auf der bewährten und hochpräzisen Werkzeugschleifmaschine Helitronic Vision mit Linearantrieben und Torquemotoren jedoch mit einer veränderten Kinematik erlaubt die Helitronic Vision Long bei derselben Arbeitsraumgröße die Produktion von Werkzeugen von 3 bis 200 mm Durchmesser und einer Bearbeitungslänge am Umfang von bis zu 580 mm. Die Maschinenbasis aus Mineralguss und die patentierte Portalbauweise für extreme Steifigkeit setzt die hohe Dynamik der digitalen Antriebe vibrationsarm in Schleifpräzision um. Der Antrieb leistet 35 KW und rotiert mit bis zu 10 000 min-1. Schleifscheiben mit maximalen Durchmessern von 254 mm können über einen Wechsler – er lässt sich optional von 12 auf 24 Plätze erweitern – eingewechselt werden. Als Werkzeugwechsler wird ein 6-Achsen-CNC-Roboter von Fanuc eingesetzt.
Passend zur Helitronic Vision Long stellt Walter für seine Messmaschinen Helicheck Pro und Helicheck Plus die Option „L“ vor. Mit ihr können jetzt Werkzeuge bis zu einer Gesamtlänge von 730 mm gemessen werden. Alle bewährten Merkmale und Eigenschaften, sowie die vielfältigen Optionen der Helicheck Pro und Helicheck Plus stehen auch für die Option L zur Verfügung. Die bisherige Messlänge von 300 mm wurde mit der Messbereichsvergrößerung entscheidend erweitert.
Auch die Nordracher Erwin Junker GmbH (Halle 5, Stand 5101) bringt mit der Justar eine Neuheit nach Augsburg. Sie ist für die Komplettbearbeitung verschiedenster Werkstückformen von der Rohstange konzipiert. Ein automatischer Schleifscheibenwechsler, ein spezielles Kühldüsensystem, neue Messvorrichtungen und ein kombiniertes Profiliersystem sind einige Raffinessen, die den Anwendern deutliche Fertigungsvorteile verschaffen sollen. Ausgehend von kleineren Losgrößen, höheren Materialkosten und einer steigenden Variantenvielfalt haben die Schwarzwälder ein modulares Schleifzentrum entwickelt. Verschiedenste Werkzeuge können in mehreren Schleifoperationen in einer Einspannung bearbeitet werden. Die Maschine bietet verschiedene Schleifverfahren, unter anderem auch das Schälschleifen, und ermöglicht in Kombination mit dem Schleifscheibenwechsler die Bearbeitung fast aller Werkzeugformen. Besonders innovativ: Die Kühldüsennachführung erfolgt während der Bearbeitung vollautomatisch über einen integrierten Handlingsroboter.
Die Weilheimer Micheal Deckel GmbH & Co. KG (Halle 7, Stand 7060) stellt mit der S20+ eine neue Versionen ihrer bewährten Baureihe vor. Das hochgestellte Pluszeichen in der Modellbezeichnung steht für die neuen Optionen, die sich insbesondere bei der Bearbeitung kleiner und kleinster Werkzeugdurchmesser bemerkbar machen. Ein direktes Wegemesssystem in den Linearachsen lässt die Bearbeitung von Werkzeugen mit Durchmessern ab 0,3 mm zu. Erstmals wird die S20+ mit zwei Schleifspindeln ausgeliefert. Der Vorteil: Solange die Schleifkörper von zwei Aufnahmen für die Bearbeitung ausreichen, fallen keine Wechselzeiten an.
Die Option Doppelspindel ist kombinierbar mit dem Schleifscheibenwechsler. In der Praxis bedeutet das beispielsweise, dass sich die Doppelspindel mit zwei Schleifscheibenpaketen bestücken lässt. Die eine Spindel behält für die Feinschleifarbeit die Schleifscheibe, während die andere die Schleifscheiben für die restlichen Arbeitsgänge aufnimmt, die automatisch eingetauscht werden.
Die Herborner Overbeck GmbH (Halle 5, Stand 5261) zeigt mit der IRD-200 die kleinste unter den drei hochgenauen Schleifmaschinen der Baureihe mit Radiusschleifoption. Der maximale Innenschleifdurchmesser beträgt 100 mm, das zulässige Höchstgewicht der Werkstücke 30 kg. Die Maschine eignet sich besonders zum Bearbeiten von Matrizen und Stanzwerkzeugen. Die im Werkstückspindelstock untergebrachte B-Achse mit einem Schwenkbereich von +95° bis -15° gestattet im Zusammenwirken mit der 3-Achsen Interpolationssoftware das Schleifen unterschiedlicher Radien, ohne die Schwenkpunkte von Hand einstellen zu müssen. Die X- und Z-Achse sind getrennt aufgebaut. Beide werden über Siemens Linearmotoren angetrieben. Der Spindelstock mit Direktantrieb lässt sich mit einem Magnetspannfutter oder einem pneumatischen Sechsbacken-Spannfutter ausrüsten und gewährleistet größtmögliche Rundheit bei gleichzeitig hoher Flexibilität und sehr kurzen Umrüstzeiten. hw
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