Werkzeugmaschinen

Komplexe Prozesse effizient abarbeiten

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Die neue Bedienoberfläche „Navigator“ und die Roboterzelle RS 05-2 feierten auf der Hausausstellung von Hermle Premiere. Sie vereinfachen anspruchsvolle Aufgaben. ❧

Mona Willrett

Anlässlich der traditionellen Hausausstellung von Hermle sagte Franz-Xaver Bernhard: „Das 5-Achs-Fräsen beherrschen wir. Automation auch. Jetzt geht es darum, diese Prozesse für unsere Kunden so einfach wie möglich zu gestalten.“ Der Vorstand für Forschung & Entwicklung beim Gosheimer Maschinenbauer betonte, Hermle kombiniere Systemlösungen und Engineering entsprechend der Wünsche der Kunden zu zuverlässigen Gesamtlösungen. Als neues kompaktes Automationsmodul stellte er das Robotersystem RS 05-2 für Werkstücke bis 10 kg vor. Mit ihm wollen die Schwaben der wachsenden Nachfrage der Nutzer nach individuellen Werkstück-Speicherlösungen gerecht werden.

Die zur Hausausstellung präsentierte 2. Generation des kompakten Robotersystems kann nun frontal an die Maschinenmodelle C 250, C 400 und C 32 oder seitlich an die Bearbeitungszentren C 12 und C 22 adaptiert werden. Mit einem Platzbedarf von knapp 2 m2 baut das Robotersystem kompakt. Es kann je nach Anwendungsfall mit unterschiedlichen Speichermodulen ausgestattet werden – als System mit Einfachmatrize, einem Speicher mit fünf Teleskopschubladen mit Matrizenablage, einem Palettenspeicher oder als Kanban-System. Modularität steht dabei an oberster Stelle. Dabei kann der Bediener sowohl den Arbeitsraum als auch den Speicher für manuelle Einricht- oder Prüfarbeiten bequem erreichen. Der Roboter lässt sich mit Einfach- oder Doppelgreifer ausstatten und hat zur Reinigung der Spannvorrichtung eine zusätzliche Abblaseinheit.

Solides Fundament für eine smarte Fertigungszukunft

Um Produktionsbetriebe auf ihrem Weg Richtung Industrie 4.0 und Smart Factory zu unterstützen, bietet Hermle zahlreiche Software-Lösungen, mit deren Hilfe Anwender ihre Effizienz, Präzision und Produktivität steigern können. Die Module Digital Produktion, Digital Operation und Digital Service bilden das Fundament für die intelligente Auftragsverwaltung, für transparente Produktionsprozesse, smartes Maschinen-Tuning, papierlose Fertigung, ausgefeilte Technologiezyklen sowie die Möglichkeit zur Fern- oder Präventivwartung. Damit steigern diese digitalen Bausteine sowohl Produktivität und Effizienz als auch den Bedienkomfort.

Mit dem neuen Bedienkonzept „Navigator“ stellte Hermle auf der Hausausstellung einen weiteren digitalen Baustein vor. Die Oberfläche sei eine für Kunden kostenneutrale Eigenentwicklung und Steuerungsunabhängig auf Heidenhain- und Siemens-Steuerungen einsetzbar, teilt der Maschinenbauer mit. Optimiert für eine Touch-Bedienung und in zukunftsorientiertem Design, biete der Navigator eine moderne und zeitgemäße Oberfläche. Die intuitive Bedienung durch die graphische Menüführung soll dem Bediener seine tägliche Arbeit an der Maschine wesentlich erleichtern.

Die im Navigator dargestellten interaktiven Buttons dienen der allgemeinen Maschinenbedienung. Zudem können wichtige Ausstattungstools wie die innere Kühlmittelzufuhr, der Späneförderer oder die Emulsionsnebelabsaugung direkt in der 3D-Darstellung der Maschine angewählt und deren Einstellung im Menü festgelegt werden. Ebenso lassen sich allgemeine Informationen zum Maschinenzustand und wartungsrelevante Abfragen aus dem Navigator einsehen. Auch ein Sprung direkt in die Bedienungsanleitung ist möglich.

Nach einem Jahr der Superlative, so Bernhard, in dem die Gosheimer Umsatz (453 Mio. Euro) und Auftragseingang (476 Mio. Euro) um 12,7 und 9,9 % steigern konnten (weitere Infos: http://hier.pro/1i9mI), spüre das Unternehmen nun die Auswirkungen geopolitischer Unsicherheiten. Dank des hohen Auftragsbestands stieg der Konzernumsatz in den ersten drei Monaten 2019 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zwar um 6 % auf 105,9 Mio. Euro, der Auftragseingang schrumpfte jedoch gemessen am extrem starken Auftaktquartal 2018 wie erwartet um 13,4 %.

Mehr als 20 speziell programmierte und gefertigte Bearbeitungen verdeutlichten während der Hausaustellung die hohe Präzision und Zuverlässigkeit der Hermle-Produkte. Aber auch klassische Bauteile etwa aus der Luft- und Raumfahrt- und der Medizintechnik oder dem Werkzeug- und Formenbau fanden Beachtung beim Fachpublikum. Daneben demonstrierten die Gosheimer die Leistungsfähigkeit ihrer Maschinen mit den beiden Show-Werkstücken „Fritz the Bull“ und „Ben the Bear“. Als weiteres Demonstrationswerkstück kombinierte ein Segelboot die generative MPA-Technologie der Gosheimer mit dem 5-Achs-Fräsen.

Zur diesjährigen Hausausstellung kamen an vier Tagen rund 2300 Besucher, darunter 900 internationale Gäste, die aus 30 Ländern angereist waren.



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