Digitalisierung in der Blechfertigung als Wettbewerbsfaktor Vorsprung durch neue Technik

Digitalisierung in der Blechfertigung als Wettbewerbsfaktor

Vorsprung durch neue Technik

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Die 24. Euroblech steht im Zeichen innovativer Produktion im Zeitalter der Digitalisierung. Die Technologiemesse für Blechbearbeitung findet vom 25. bis 29. Oktober statt.
Höhere Kosteneffizienz, Flexibilität und Prozessstabilität entlang der gesamten Prozesskette der Blechbearbeitung sind zentrale Themen der diesjährigen Euroblech. Die internationale Technologiemesse zeigt vom 25. bis 29. Oktober in Hannover zahlreiche neue Lösungen. Rund 1550 Aussteller aus 40 Ländern füllen in acht Hallen mehr als 89 000 m2 Nettoausstellungsfläche. Ein White Paper zum Thema Industrie 4.0 in der Blechbearbeitung kann kostenlos über www.euroblech.de angefordert werden.
Neue Technologien rund um smarte Prozesse seien ein Treiber, dass Unternehmen planten, ihre Fertigungssysteme aufzurüsten, sagt Nicola Hamann, Geschäftsführerin des Veranstalters Mack Brooks Exhibitions. „Dass die Aussteller noch mehr Produkte vorführen und viele neue Unternehmen auf der Messe vertreten sind, zeigt, dass sich die Branche dynamisch der Zukunft stellt.“
Einer der Aussteller, die sich intensiv der vernetzten Fertigung widmen, ist Pressenspezialist Schuler (Halle 27, Stand F82). Die Göppinger zeigen mit dem Konzept „Smart Press Shop“, wie sich Prozesssicherheit und Wirtschaftlichkeit in der Umformtechnik erhöhen lassen. In einer modernen Servo-Pressenlinie von Schuler sind rund 30 Industrie-PC miteinander vernetzt. Nur so lassen sich Produktivität und sicherer Teile-Transport von Stufe zu Stufe umsetzen. Auch Einzelpressen, Platinenschneidanlagen mit Laser und verschiedene Automationskomponenten haben bereits die nötigen Schnittstellen für eine übergreifende Vernetzung.
Die Umformsimulation liefert wertvolle Informationen, die gesamte Anlage virtuell zu optimieren. Lange bevor die Werkzeugsätze eingespannt werden, produziert das virtuelle Abbild der Anlage einschließlich Automationskomponenten schon ein Teil nach dem anderen. So lassen sich die Zeiten für den Teile-Transport minimieren, die Ausbringungsleistung optimieren oder die Inbetriebnahme verkürzen. Darüber hinaus kann sich der Kunde schon ein Bild vom erforderlichen Energiebedarf machen.
Die Anlagen liefern Daten mit Hilfe von Sensoren, die an den verschiedensten Stellen verbaut sind – etwa um die Presskraft zu messen. Werden die richtigen Rückschlüsse aus diesen Informationen gezogen, birgt auch dieser Bereich enorme Potentiale. Weicht der Presskraftverlauf von einem bestimmten Muster ab, ist das ein Hinweis auf Unregelmäßigkeiten im Prozess. So lassen sich wichtige Informationen für die Instandhaltung sammeln und Schäden für Maschine und Werkzeug vermeiden. Wird erkannt, dass etwas nicht rund läuft, kann sich der Service-Techniker online auf die Anlage des Kunden schalten. Schon heute lassen sich laut Schuler neun von zehn Probleme durch den Remote Service aus der Ferne beheben.
„Wir haben den Vorteil, seit Jahrzehnten Presswerke auf der ganzen Welt komplett auszustatten“, sagt Technologie-Vorstand Dr. Stephan Arnold. „Diese Erfahrung hilft uns dabei, mit dem Smart Press Shop intelligente Funktionen fürs Presswerk der Zukunft zu entwickeln.“
Intuitiven Schneidassistenten live testen
Zukunftsweisende Bedienkonzepte, ein interaktiver 3D-Maschinensimulator und integrierte Bildverarbeitung werden auch bei Eckelmann (Halle 11, Stand G73) zentrale Themen sein – in diesem Fall für das CNC-Schneiden mit Autogen, Plasma, Laser oder Wasserstrahl. Der Spezialist fürs Automatisieren von CNC-Schneidanlagen hat sich etwas Besonderes einfallen lassen: Besucher können Features wie den intuitiven Cutting-Assistenten am 21-Zoll-E-Panel Cutting nicht nur ausprobieren, sie steuern darüber auch einen interaktiven 3D-Maschinensimulator. Die virtuelle Maschine kann wie eine echte Maschine bedient und in Aktion erlebt werden. Den Simulator setzt Eckelmann in der Entwicklung ein und für Schulungen.
Um den wachsenden Anforderungen durch kurze Produktionszyklen, höchste Qualitätsstandards und steigenden Kostendruck auch künftig standhalten zu können, wünschen sich viele Betriebe, jederzeit den Maschinenstatus von jedem beliebigen Ort abrufen zu können – von PC, Tablet oder Smartphone aus. Messer Cutting Systems (Halle 13, Stand C98) gibt seinen Kunden dazu die passenden Schnittstellen an die Hand. Neben der Schneidmaschine MultiTherm, die die Verfahren Laserschneiden, Plasmaschneiden und Markieren mit Tinte innerhalb eines Schachtelplans kombiniert, zeigt Messer in einer Live-Demo, wie mit der Software Global Reporter die Maschinendaten auf der hauseigenen Steuerung Global Control erfasst und auf einem Smart Device angezeigt werden können. So lassen sich Maschinenstillstände sofort erkennen und schneller beheben, zusätzlich schaffen Auswertungen tatsächlicher Schneidzeiten Planungssicherheit und geben Auskunft über die allgemeine Produktivität der Prozesse.
Einen Zugewinn an Performance von bis zu 640 % beim individualisierten Kanten von Blechen stellt RAS Reinhardt (Halle 11, Stand B154) in Aussicht. Die Bendex Software importiert die Dateiformate Step, dxf oder geo und programmiert das Biegeteil mit einem Mausklick. Wo das Programmieren bisher beispielsweise 10 min dauerte, kommt der Nutzer laut RAS jetzt in weniger als 1 min zum Biegeprogramm und kann sich obendrein noch eine 3D-Simulation des Biegeablaufs ansehen. Die Software beschleunigt aber nicht nur die Programmiertätigkeit. Mit Hilfe des hinterlegten Expertenwissens können Konstrukteure neue Komponenten ohne spezielle Biegekenntnisse auf Machbarkeit überprüfen, lange bevor die erste Platine gefertigt wird. Zusätzliche Meetings und Absprachen zwischen Konstruktion, Arbeitsvorbereitung und Fertigung sollen sich um 75 % reduzieren lassen und, gepaart mit kurzen Rüstzeiten, Wirtschaftlichkeitssprünge möglich sein, nach denen Unternehmen heute Ausschau halten.
Eine neue grafische Benutzeroberfläche für den Basic Tower Blech ist eines der Highlights von Remmert (Halle 12, Stand D76). Dank der einfach bedienbaren Mensch-Maschine-Schnittstelle ist das automatische Blechlagersystem ab sofort noch besser in der Lage, die Effizienz in der Fertigung zu erhöhen.
Der Software-Hersteller ISD (Halle 11, Stand A61) präsentiert die PDM-/PLM-Lösung Helios, die sich auf alle Aufgaben rund um die effiziente Datenverwaltung in der Produktion fokussiert.
Autorin: Mona Willrett

Euroblech in Kürze
Die 24. Internationale Technologiemesse für Blechverarbeitung zeigt die gesamte Prozesskette der Herstellung von Teilen aus Blechen und Profilen. Sie wendet sich an Fachleute aus Unternehmen aller Größen.
Termin: 25. bis 29. Oktober 2016
Ort: Messegelände Hannover, Hallen 11 bis 17 und 27
Eingänge: West 1 und 2, Nord 1, Ost 3 und Süd 1
Öffnungszeiten: 9:00 bis 18:00 Uhr, am 29.10. bis 15:00 Uhr
Weitere Informationen: www.euroblech.de


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