Hohe Wiederholgenauigkeit – auch bei asymmetrischen Bauteilen

Zentrisch spannend und ausgleichend

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Spanntechnik | Früher stellte Faconteile-Hersteller FBR viele Spannlösungen selbst her. Seit die Bayern das 4-Backen-Ausgleichsfutter InoFlex einsetzen, ist das nicht mehr nötig.

Durch einen Artikel in einer Fachzeitschrift wurde Rainer Schenk, Einkaufs- und Vertriebsleiter der FBR Facondrehteile GmbH, auf das 4-Backen-Futter InoFlex aufmerksam. Zunächst waren er und die Verantwortlichen von FBR mit Blick auf den Einsatzbereich des Spannfutters noch skeptisch: „Wir wollten erst die Funktionsweise verstehen, also wie das zentrische Spannen und Ausgleichen funktioniert“, erzählt Schenk. Für ihn sei es enorm wichtig gewesen, ein universelles Spannmittel zu finden. Das Unternehmen, das im bayrischen Kirchhaslach einbaufertige Komponenten für den Maschinenbau, die Antriebs- und Landtechnik sowie den Armaturen- und Fahrzeugbau produziert, bearbeitet eine Vielzahl komplexer Bauteile mit sehr unterschiedlichen Geometrien.

Genau für diese Anwendungsfälle entwickelte die HWR Spanntechnik GmbH in Oyten das System InoFlex: Im 4-Backen-Futter bewegt sich der Antrieb auf zwei parallel angeordneten Achsen aufeinander zu beziehungsweise voneinander weg. Der Ausgleich wird ermöglicht, indem die jeweils diametral angeordneten Schlitten über ein verschiebbares Kulissengetriebe miteinander verbunden sind. „Bevor wir das InoFlex-4-Backen-Futter kannten, haben wir viele Spannlösungen selbst gebaut. Das ist jetzt kaum noch notwendig“, freut sich der FBR-Einkäufer. Immer mehr Rohteile werden bereits mit InoFlex bearbeitet. „Nur wenn uns die Durchgänge fehlen, rüsten wir noch auf ein 3-Backen-Futter um.“
Die Bayern setzten InoFlex zunächst als Handspannfutter auf einer Okuma L300-M ein. „Wir wollten es ausprobieren und das Spannfutter hat sofort funktioniert“, bestätigt FBR-Geschäftsführer Hubert Reiser. Zuvor habe man beim Bearbeiten rechteckiger oder asymmetrischer Teile eine zusätzliche Spannscheibe benötigt, die verschraubt werden musste. Ein Arbeitsaufwand, der jetzt entfällt. Entsprechend positiv fällt auch das Fazit der Mitarbeiter aus, die mit InoFlex arbeiten. Die Arbeit gehe schneller von der Hand und die Fehlerquote sei deutlich gesunken. Inzwischen setzt FBR auch eine Kraftspannvariante des Futters ein.
Mit dem zentrisch und ausgleichend spannenden 4-Backen-Futter InoFlex kann FBR nicht nur eine Vielzahl unterschiedlicher Bauteile, von rund bis asymmetrisch, bearbeiten. Vor allem sei die Wiederholgenauigkeit deutlich gestiegen. (hw) •
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