Messeüberblick

IAA Pkw öffnet sich für Technologiemix der Mobilität

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Die IAA Pkw wandelt sich von der Karossenschau zur Messe der Mobilität der Zukunft. Dabei kommt neben Konferenzveranstaltungen auch das Erlebnis nicht zu kurz.

Tobias Meyer
Freier Reporter bei Nürnberg

„Die IAA transformiert sich, so wie die Branche auch“, sagt VDA-Präsident Bernhard Mattes. „Automobilunternehmen treffen auf neue Player. Die IAA wird interaktiver, vernetzter, digitaler. Trends und Themen werden branchenübergreifend vorgestellt und diskutiert.“ Ein ähnlicher Wandel zeichnet sich schon seit einigen Jahren auf der anderen Seite der Technologieszene ab: Auf der CES, bekannt für Konsumelektronik, stellen immer mehr Automobilfirmen und auch ihre Zulieferer aus, denn das Auto ist inzwischen fester Bestandteil des digitalen Lifestyles. Daher wundert es nicht, dass im Gegenzug auch die IAA nicht mehr stur auf das Auto als Verbund aus Motor und Blechkleid fokussiert, sondern die Mobilität thematisch als ganzes aufgreift. Im Mittelpunkt der Messe stehen daher die Kernthemen Automation, Connectivity, Clean and Sustainable Mobility, Urban Mobility sowie Mobility-as-a-Service.

Konferenzen auf IAA beleuchten Trendthemen

Ansprechen möchte man diese Punkte in vier Formaten: Die „Conference“ ist eine Veranstaltungsreihe auf unterschiedlichen Bühnen, wo neben klassischen AutomotiveSprechern vor allem auch IT-, Tech- und Mobilitätsunternehmen über Trends und Technik von morgen berichten. Zu hören sind dort etwa John Krafcik, Chef der Google-Car-Tochter Waymo, IBM-CEO Virginia Rometty oder Formel-1-Champion Nico Rosberg, der inzwischen ebenfalls tief in der Mobilität- und Greentech-Industrie vernetzt ist. „Exhibition“ heißt die klassische Ausstellung, welche die gesamte Wertschöpfungskette abbildet. Auf den Konferenzbühnen und im Ausstellerbereich drehen sich die Debatten und Gespräche um Themen wie künstliche Intelligenz, User Interfaces und Infotainment Systeme, alternative Antriebe, Lösungen für den Klimawandel und Luftqualität, Smart Cities oder die Sharing-Economy.

Ausprobieren ausdrücklich erlaubt

Der dritte Bereich „Experience“ bringt Erlebnisse aufs Gelände, zum Beispiel mit einem Outdoor-Parcours und Probefahrten. Der interessierte Besucher kann neue Fahrzeuge und Technologie also nicht nur auf den Ständen bewundern, sondern auf speziellen Testparcours auch aktiv ausprobieren. Eine kostenlose Testfahrt ist täglich von 9 bis 19 Uhr auf dem Freigelände F10 möglich, die Anmeldung erfolgt direkt in den Containern der Anbieter. Bis zu 50 Modelle können auf Herz und Nieren getestet werden. Das Angebot reicht von Hybrid und Plug-in-Hybriden, Elektrofahrzeugen und Brennstoffzellenautos bis hin zu Modellen mit Diesel- und Erdgas-Antrieben.

Ebenfalls zum großen Ganzen der künftigen Mobilität und beinahe schon Alltag sind die 4,5 Mio. E-Bikes auf deutschen Straßen, zudem sind dort seit Juni auch elektrische Tretroller – auch E-Scooter genannt – zugelassen. Daher können auf der IAA auch die zweirädrigen Elektrofahrzeuge auf ihre Praxistauglichkeit hin ausprobiert werden: Auf einem 1500 m2 großen Openair-Parcours für E-Bikes zeigen unter anderem BMW, Brose und Bosch ihre Neuheiten. Die Räder werden technisch immer ausgefeilter, Sprachsteuerung oder Navigationsdisplay sind inzwischen auch hier zu haben, die Akkus ermöglichen inzwischen bis zu 100 km Reichweite. Der Messe-Parcours ist allerdings etwas kürzer: Auf einer Streckenlänge von 125 m müssen die Fahrer steile Kurven, eine Rüttelstrecke und Terrain-Boxen meistern. Zudem steht auch eine Auswahl an E-Scootern von Bird und Tier bereit.

4000 m² locken in Frankfurt zu Fahrzeugtests

Gleich nebenan werden die Offroad-Fans beglückt: Das über 4000 m2 großes Fahrgelände mit drei Strecken auf insgesamt 180 m Wegstrecke ist ein Mix aus Steigungen, Plateauhöhen sowie Schräglagen, Buckelpisten und einer rund 13 m langen Wippe. Parat stehen hier etwa der Audi e-Tron, Ford Ranger Raptor, Hyundai Santa Fe und Tucson und einige andere Marken mit ihren Fahrzeugen.

Unter dem vierten Schlagwort „Career“ richtet man sich an Studierende, Berufseinsteiger und Professionals. Die Career findet zeitgleich mit der Conference von Donnerstag bis Sonntag und damit gleich zu Beginn der IAA statt. „Damit schaffen wir für Aussteller und Besucher neue Angebote und erweitern den Eventcharakter. Unser Ziel ist, auf der IAA wie an keinem anderen Ort die Mobilität mit allen Sinnen erlebbar zu machen“, so Mattes. „Auch die New Mobility World entwickeln wir weiter. Mit ihr hat sich die IAA als internationale Plattform für innovative Mobilitätslösungen weltweit einen Namen gemacht.“ Vieles, was man 2015 dort als Mobilität der Zukunft präsentiert habe, sei heute bereits reale Gegenwart. Ride-Pooling und Ride-Sharing sind selbstverständlich in den Metropolen, die ersten autonomen Sammeltaxen fahren bereits und die Infrastruktur einiger Städte ist schon vernetzt und intelligent.


Die Messe

Die IAA Pkw findet traditionell in Frankfurt am Main statt und wechselt sich mit der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover ab. Vom 12. bis 22. September 2019 trifft sich die Branche wieder in Hessen. Die ersten beiden Tage sind den Fachbesuchern vorbehalten, Tagestickets kosten 46 €. Reguläre Besuchertickets (gültig ab dem 14.9.) kosten zwischen 13 Euro an Werktagen und 15 Euro am Wochenende, für 19 Euro gibt es ein Geschenkticket. Ein kurzer Nachmittagsbesuch ab 15 Uhr an Werktagen kostet 9 Euro. Wer zur Konferenz vom 11. bis 13.9. will, kann mit dem Early-Bird-Ticket für 519 € sparen, sobald diese vergriffen sind kostet die Veranstaltung 649 Euro. Die reguläre Messe ist damit bis 15.9. inklusive.

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