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Studie: Das Rennen um Innovationen

Herausforderung Geschwindigkeit: Wie digitale Prozesse helfen
Protolabs-Studie sieht Automobilbau vor riesigem Wandel

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Eine breit angelegte Befragung lässt aufhorchen: Welche Chancen bleiben dem europäischen Automobilbau noch? Hier sind die Ergebnisse der Studie, die Fertigungsdienstleister Protolabs Europe in Auftrag gab. Präsentiert werden sie im Folgenden von Senior Marketing Manager Tobias Fischer.

Tobias Fischer
Senior Marketing Manager Central Europe bei Protolabs

Die internationale Automobilindustrie steht vor einer Zeit beispielloser Chancen und Veränderungen. Sei es die digitale Revolution, die sich durch alle Bereiche der Industrie zieht, seien es die immer dringender werdenden ökologischen Herausforderungen oder das Auftreten neuer Konkurrenten auf dem globalen Markt. Es gab noch nie zuvor einen derartigen Wandel in der Automobilbranche.

Aus diesem Grund hat Protolabs – als weltweit schnellster digitaler Hersteller von kundenspezifischen Prototypen und Kleinserienteilen – eine Studie zur Innovation im Automobilsektor in ganz Europa veröffentlicht. In einer Befragung von mehr als 300 Führungskräften aus der Automobilbranche, ergänzt durch umfassende Diskussionen mit Branchenexperten, hat Protolabs die Trends der Branche untersucht und die Maßnahmen bewertet, die die Befragten ergreifen.

Einige der wichtigsten Ergebnisse der Umfrage sind:

  • 52 % der Befragten glauben, dass ein großer Automobilhersteller in den nächsten drei Jahren vom Markt verschwinden wird.
  • 55 % geben strengere Umweltauflagen in den kommenden zwölf Monaten als die drängendste Sorge für die nahe Zukunft an.
  • 52 % glauben, dass ein neuer Wettbewerber den Markt mit einer revolutionären Antriebstechnologie und/oder einem neuen Fahrzeugtyp in den nächsten drei Jahren massiv verändern wird.
  • 71 % sagen, dass sie sich verstärkt den Bereichen Industrie 4.0 und Digitalisierung von Prozessen zuwenden müssen, um ihre Vormachtstellung zu behalten.
  • 56 % erwarten, dass Verbraucher vermehrt Carsharing-Angebote nutzen werden anstatt Autos zu kaufen.

Die Umfrageergebnisse machen deutlich, dass sich die europäische Automobilindustrie im Umbruch befindet. Sieben von zehn Teilnehmern geben an, dass sie noch nie unter solch großem Innovationsdruck standen. Darüber hinaus befürchten 48 % der Befragten, dass die Bedrohung durch neue Wettbewerber aus Asien oder Amerika zum Verlust von Marktanteilen führen könnte.

Carsharing, Mitfahrdienste, Vermietungs- und Abonnement-Konzepte als Alternative zum Kauf von Fahrzeugen werden als Teil des Umbruchs in der Automobilbranche gesehen. Doch trotz allem herrscht in weiten Teilen der Branche eine optimistische Stimmung vor.

Zuversicht in Italien am größten

88 % der italienischen Befragten geben an, dass sie die sich verändernden Verbraucherwünsche gut bedienen können – eine Ansicht, die auch von den Befragten in Frankreich vertreten wird (87 %). Die Befragten aus Italien sind außerdem sehr zuversichtlich, dass sie mit neuen Wettbewerbern konkurrieren können (86 %), während der Optimismus bezüglich der Wachstumsaussichten in Frankreich am größten ist (80 %).

Die Befragten aus Frankreich sind der Meinung, dass sie sich verstärkt neuen, mutigen Initiativen zuwenden sollten, beispielsweise in Bezug auf Kraftstoffeffizienz und Einsatz neuer Geschäftsmodelle. Deutschland setzt sich verstärkt für den Einsatz von autonomen Fahrzeugen ein.

Hinter diesem Optimismus verbirgt sich jedoch eine gewisse Überzeugung in die eigene Leistungsfähigkeit, was zu enormen Herausforderungen im innovationsgetriebenen Wettbewerb führen könnte.

69 % setzen auf ihre Leistungsfähigkeit – und könnten sich überfordern

Auf den ersten Blick mag es positiv erscheinen, dass 69 % aller Befragten sagen, dass ihr Unternehmen jeglicher Veränderung in der globalen Automobilindustrie standhalten kann. Dies muss allerdings mit der Tatsache abgewogen werden, dass 51 % der Meinung sind, dass ihre Kollegen dem Umbruch der Branche nicht den notwendigen Stellenwert zuschreiben.

Die Fähigkeit, Innovationen schnell umzusetzen, wird dadurch gefährdet, dass 48 % die Schwierigkeit darin sehen, geeignete Mitarbeiter zu finden. Diese Situation habe sich noch weiter zugespitzt, verglichen mit den letzten zehn oder zwanzig Jahren.

Darüber hinaus deuten die Unterschiede bei der Nutzung der additiven Fertigung in ganz Europa darauf hin, dass einige Länder auf die Notwendigkeit reagieren, Innovationen schneller durchzuführen als andere.

Zusammenfassend gibt es einige klare Botschaften, die aus der Studie hervorgehen:

Neue Realitäten

Die Verbraucher fragen zunehmend Elektro- und autonome Autos nach. Auch Carsharing wird bei Verbrauchern immer beliebter anstatt Autos zu kaufen. Die Automobilhersteller sollten auf diese neuen Anforderungen reagieren, moderne Technologien einsetzen sowie neue Fahrzeuge und Geschäftsmodelle entwickeln.

Ungewöhnliche Wege gehen

Obwohl Automobilhersteller bereits Milliarden in bestehende Technologien investiert haben, müssen sie jetzt weiter in neue Technologien investieren. Wenn sie zögern, könnte dies neuen Wettbewerbern die Tür öffnen.

Neue Talente dringend gesucht

Erfolg basiert auf kreativen Talenten, die sich ändernde Kundenwünsche berücksichtigen. Dafür muss eine Innovationskultur im Unternehmen etabliert werden. Auf kurzfristige Sicht müssen Marken mit neuen Partnern und Lieferanten zusammenarbeiten, um die erforderlichen Kompetenzen bereitzustellen.

Geschwindigkeit ist alles

Der Wandel wird in Zukunft noch weiter voranschreiten. Die Automobilhersteller müssen sich deswegen bemühen, ihren Innovationsgrad schnell zu erhöhen – um alle sich ihnen bietenden Chancen zu nutzen.

Es gibt vonseiten der Unternehmen eine echte Bereitschaft zur Innovation, das ist klar zu erkennen. Das Problem ist jedoch, dass es so viele Veränderungen im Automobilsektor gibt, dass selbst die größten Hersteller darum kämpfen, mit der Entwicklung Schritt zu halten.

Um die Herausforderungen bewältigen zu können, sollten sich Automobilhersteller auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren und Know-how, das darüber hinausgeht, von externen Dienstleistern beziehen, um ihren Wettbewerbsvorteil halten zu können. Hier kann das Zurückgreifen auf externe Expertise entscheidend dafür sein, um den entscheidenden Wettbewerbsvorteil zu erhalten.

Der Druck in der Automobilindustrie ist groß. 52 % der befragten 300 Führungskräfte rechnen damit, dass ein neuer Wettbewerber den Markt massiv verändern wird. Bilder, Diagramme: Protolabs
Im Blick auf den anstehenden Wandel des globalen Automobilbaus setzen die Hälfte der Befragten auf die Fähigkeiten ihres Unternehmens, neue Technologien zu entwickeln.

Tobias Fischer, Marketingleiter Central Europe bei Protolabs

„Wir sind frei von alten Fesseln“

Was war der Anlass für Protolabs, diese Studie zur Situation der Automobilindustrie zu erstellen?

Was Protolabs auszeichnet, ist unsere digitale Fertigung on demand. Wir sind ein Trendgeber und orientieren uns an dem, was der Markt benötigt und welche Trends er hervorbringt. Aus diesen Erkenntnissen leiten wir ab, wie wir in Zukunft zusammen mit unseren Kunden arbeiten können.

Welche Rückschlüsse ziehen Sie aus der Studie für Sie und Ihre Kunden?

Die Herausforderung auf der Kundenseite, effizienter und günstiger zu produzieren, Entwicklungen zu beschleunigen und schneller in den Markt zu kommen, bestätigt unseren digitalen Ansatz. Die Automobilindustrie scheint in der Außenwahrnehmung derzeit ja zu zerbröseln, verstärkt noch durch Covid 19: Die Automotive-Unternehmen müssen unglaubliche Herausforderungen meistern. Wir können sie dabei unterstützen, weil Protolabs voll skalierbar ist in allen Bereichen.

Was bedeutet hier „voll skalierbar“?

Der Entwickler und Innovationstreiber kann zwischen Verfahren, Ideen und Bauteilen jederzeit hin- und herspringen. Mit Protolabs hat er immer eine valide Quelle. So legen wir auch unsere Kapazitäten aus. Sobald sie zu mehr als 80 Prozent ausgelastet sind, investieren wir in neue Maschinen. Erst vor wenigen Tagen fand zum Beispiel der Spatenstich für ein neues Produktionswerk statt, das bei Putzbrunn nahe München für zwölf Millionen Euro errichtet wird und in einem Jahr bezogen werden soll.

Was spricht dafür, den 3D-Druck nicht ins eigene Haus zu holen und stattdessen mit Protolabs zusammenzuarbeiten?

Zunächst einmal der Verzicht auf die Investition. Noch mehr aber die Flexibilität, die sich gewinnen lässt. Zum Beispiel kombinieren wir im 3D-Druck auch Kunststoff mit Metall oder starre und flexible Materialien oder Aluminium für den Leichtbau mit Edelstahl. Wir decken eine große Fülle von – auch ganz neuen – Materialien ab und stellen uns prinzipiell so auf, dass wir rund um die Uhr über skalierbare Ressourcen verfügen.

In der Befragung bemängeln Insider der Automobilindustrie, dass manche ihrer Kollegen den Umbruch nicht ernst genug nehmen. Kann Ihre Studie aufrütteln?

Ja: Dieses Ziel war auch einer der Gründe, warum wir einen renommierten Dienstleister aus der Financial-Times-Gruppe mit der Studie beauftragt haben. Sie soll Aufklärungsarbeit leisten – und zugleich zeigen, wo Protolabs heute schon steht.

Wo steht Protolabs?

Wir sind der führende digitale Fertigungsdienstleister, der sich von den Fesseln der traditionellen Produktion und ihrer Prozessschritte gelöst hat und für die digitale Produktion schon bereit ist. (os)


@

Die komplette Studie „The Innovation Race“ steht unter diesem Link für Sie bereit:

http://hier.pro/F7VHJ

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