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Wachsende Importe von Kunststoffmaschinen aus Taiwan

Wachsende Importe nach Deutschland
Taiwans Kunststoffmaschinenbau – innovativ und flexibel

Der taiwanesische Kunststoffmaschinenbau präsentierte sich auf der Messe K2022 als technologisch hochstehende Branche, die auf individuelle Kundenwünsche eingeht. Vorzeigebeispiel ist eine kombinierte Spritzgieß-Blasform-Maschine, die flexibel und energiesparend produziert. Fünf Unternehmen stellten sich vor.

» Olaf Stauß, Redakteur Konradin Industrie

Wie findig die Fachleute aus Taiwan sind, zeigt ein kleines Detail der Präsentation, die von der Außenhandelsorganisation Taitra organisiert wurde: Um die Spachbarrieren zu minimieren, informierten die Manager in kurzen, kompakten Videoclips über ihre Unternehmen, bevor sie das Podium bestiegen und Fragen beantworteten. Technologisches Know-how und „talent“ seien das wichtigste Plus des taiwanesischen Kunststoffmaschinenbaus.

Dies zeige auch die Historie: Taiwan war größter Elektronikzulieferer, bevor der Westen auf China aufmerksam wurde. Doch nun kehren die USA zurück. Der taiwanesische Kunststoffmaschinenbau verzeichnet ein kräftiges Wachstum.

Globale Exporte im Wert von 1 Mrd US-Dollar

Laut Finanzministerium des Landes erreichten die weltweiten Exporte 2021 einen Wert von 1 Mrd. US-Dollar, was einem Anstieg von 13,5 % gegenüber Vorjahr entspreche. 82 % der in Taiwan produzierten Maschinen werden exportiert. China, Vietnam, USA, Indien und Thailand waren 2021 die größten Märkte für Kunststoffmaschinen aus Taiwan. Doch auch der deutsche Markt wird bedeutsamer für Taiwans Kunststoffmaschinen: Belegte er 2021 noch Platz 20, rückt er in den ersten sieben Monaten 2022 auf Platz 14 der Exportmärkte.

Die von der Huarong Group in Düsseldorf vorgestellte kombinierte Spritzgieß-Blasform-Maschine könnte als Beispiel gelten für die Stärken des taiwanesischen Maschinenbaus: Der Spritzgießmaschinenhersteller hat sich maßgeschneiderte Turnkey-Anlagen auf die Fahnen geschrieben. Dafür bedient er sich aus Standardkomponenten.

Spritzgieß-Blasform-Maschine: Zykluszeit mehr als halbiert

Für einen speziellen Kundenwunsch kombinierte Huarong das Spritzgießen von Blasform-Preforms und das anschließende Blasformen in einer Maschine inline, so dass kein erneutes Aufwärmen des Preforms nötig wird. Das spart Energie. Weiter lassen sich die Formen für unterschiedliche Behältnisse leicht austauschen. Die kombinierte Anlage kann damit flexibel Plastikbecher und -flacons unterschiedlicher Art in kleinen Stückzahlen produzieren. Der Inline-Prozess senkt die Zykluszeiten um 60 %, die Kosten des Formenbaus sinken um 80 %.

Voraussetzung ist hohe Präzision. Dafür sorgt ein Vier-Stationen-Drehtisch mit Servo-Antrieb. Die Drehposition sei zu 99,9 % reproduzierbar, teilt Huarong mit. Mit der kombinierten Anlage spare der Anwender außerdem Platz im Werk ein.

Vier weitere taiwanesische Unternehmen stellten sich in Düsseldorf vor. Als börsennotierter Spritzgießmaschinenhersteller präsentierte die FCS Group mit der CT-230 R eine neue Mehrkomponenten-Anlage.

Polystar entwickelt Recyclinglösungen. Sein patentiertes, vollautomatisches Granuliersystem operiert mit energiesparenden Eco-Inverterantrieben und digitaler Programmlogik, um Recycling-Granulate gleichbleibender Qualität zu produzieren.

WPC-Profile aus Holz- und Reis-Abfällen

Everplast ist ein Anbieter von Kunststoffextrusionsmaschinen. Seine neusten WPC-Extrusionsanlagen nutzen Abfälle wie Holzspäne, Reishülsen oder Gipsplatten. Zudem entwickelt Everplast diverse 3D-Drucker.

Chumpower hat sich in 40 Jahren zur größten Marke in Taiwan entwickelt und steht für 85 % der Exporte von PET-Blasformmaschinen. Das Unternehmen stellt auch alle Formwerkzeuge für seine Kunden her. Die neueste Maschine SS10-rPET eignet sich für Rezyklat und hohe Flaschenqualität auch bei geringer Auflage.



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