Schaltschrank-Klimatisierung

Voith spart 70 % an Energiekosten ein

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Der Technologiekonzern Voith legt viel Wert auf Energieeffizienz. Großes Einsparpotenzial in puncto Energiekosten hat die Umrüstung auf effiziente Schaltschrank-Klimatisierungslösungen von Rittal ergeben.

Dr. Jörg Lantzsch
Fachjournalist aus WiesbadenHans-Robert Koch
Leiter Produktkommunikation, Rittal, Herborn

Beim Rundgang durch die Fertigungshallen kennt Markus Brunkal zu jeder Maschine eine Geschichte. Der 54-Jährige ist seit seiner Maschinenschlosser-Lehre bei dem Technologiekonzern Voith in Heidenheim tätig, heute beschäftigt er sich mit dem Ressourcen- und Energiemanagement bei Voith Turbo. „Bei dieser Aufgabe muss man genau hinschauen, denn es geht um jeden einzelnen Verbraucher – von der Beleuchtung im Flur über die Heizung in der Halle bis hin zu den großen Maschinen in der Produktion“, weiß der Schwabe.

Überall sind Aggregate in Betrieb, deren Energie- und Ressourcenverbrauch in der Gesamtbilanz des Unternehmens eine Rolle spielen. „Die Vorgaben bei Voith sind sehr ambitioniert: 20 % Energie sollen in sechs Jahren eingespart werden“, erzählt Brunkal. „Und natürlich haben wir uns zuerst um die ‚low hanging fruits‘ gekümmert.“ Das heißt: Je mehr erfolgreiche Projekte durchgeführt sind, umso schwieriger wird es, weitere Fortschritte zu erzielen.

Erste Stromfresser waren schnell gefunden

„Zu Beginn ging es erst einmal darum, die notwendigen Daten zu erfassen“, erinnert sich Wolfgang Steck, der als Head of Assembly and Test Field unter anderem für die Produktion zuständig ist. „Detaillierte Energieverbrauchswerte hatten wir bis dahin gar nicht gemessen.“ Stück für Stück entstand eine Verbraucherliste, auf deren Basis eine Energiewert-Stromdarstellung erstellt wurde. „Die größten Ströme haben wir dann zuerst untersucht“, sagt Steck. Die Härterei, die Bearbeitungsmaschinen für die spanende Metallbearbeitung, die Prüfstände und die Lackiererei stehen mit ihrem Energieverbrauch ganz oben auf der Verbraucherliste.

Der Konzern ist weltweit an seinen Standorten im Bereich Ressourcen- und Energieeffizienz aktiv. Bei einem der zwei Mal jährlich stattfindenden Arbeitskreise von Voith Turbo referierte ein Mitarbeiter der Firma Rittal über die Einsparpotenziale von Klimatisierungslösungen für Schaltschränke, erinnert sich Steck. „In den vergangenen Jahren hatten wir zwar auch die Energieeffizienz der Werkzeugmaschinen in der Produktion untersucht, allerdings lag das Hauptaugenmerk auf den Antrieben, der Hydraulikaggregate und der Auslastung einzelner Maschinen“, erklärt Steck.

Ideale Schaltschrank-Klimatisierung spart 70 % an Energiekosten

Für eine Überprüfung der möglichen Einsparpotenziale bei der Schaltschrank-Klimatisierung nutzte der Antriebstechnikhersteller den Service- und Effizienzcheck des Systemanbieters für Schaltschränke, Stromverteilung und Klimatisierung. Das Ergebnis bei Voith: Insgesamt waren das 50 verschiedene Maschinen, deren Schaltschränke klimatisiert werden. Der Service-Check enthält zahlreiche Informationen über den Zustand der Schaltschrank-Klimatisierung bei jeder untersuchten Maschine. Teil der umfangreichen Dokumentation ist auch eine Empfehlung, ob ein Austausch des Kühlgeräts sinnvoll ist, welches Gerät empfohlen wird und wie hoch die Energieeinsparung im Falle eines Austauschs wäre.

„Die Ergebnisse des Effizienz-Checks waren für uns sehr überraschend“, staunte Brunkal. Laut den Berechnungen lagen die Einsparung bei den Energiekosten bei über 70 % pro Jahr. Das sind rund 25.000 Euro. Die Umrüstung auf energieeffizientere Kühlgeräte macht sich im Schnitt bereits nach zwei Jahren bezahlt. Die Umrüstung der Werkzeugmaschinen auf die neuen Kühlgeräte wurde im Sommer 2018 durchgeführt. Insgesamt wurden 28 Kühlgeräte der Serie Blue e+ und sieben Kühlgeräte der Serie Blue e von Rittal an 21 Werkzeugmaschinen installiert. Die Umrüstung lief bis auf kleinere Anpassungsarbeiten problemlos.

Andere Voith-Standorte sollen ebenfalls effizient umgerüstet werden

Auch die anderen Produktionswerke von Voith Turbo in Deutschland haben den Effizienz- und Service-Check in Anspruch genommen. „Aufgrund der positiven Erfahrungen hier in Heidenheim“, betont Brunkal, „werden die anderen Werke in den nächsten Monaten ebenfalls auf energieeffizientere Kühllösungen an ihren Werkzeugmaschinen umstellen.“



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