Maschinenbauzulieferer

Zuliefermesse FMB nach wie vor erfolgreich

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Der Messestandort Bad Salzuflen bleibt eine gute Adresse, um sich als Zulieferer für den Maschinenbau zu präsentieren. Genau 555 Aussteller aus diesen Branchen präsentierten sich auf der 15. FMB.

Hans-Ulrich Tschätsch,
freier Fachjournalist in Essen

Eigentlich hätten noch mehr Aussteller den Weg nach Ostwestfalen-Lippe (OWL) eingeschlagen, wenn mehr Ausstellungsfläche vorhanden gewesen wäre. Doch Christian Enßle, Portfolio Manager FMB des Veranstalters Easyfairs, hatte wie im Vorjahr entschieden, das kompakte Erscheinungsbild der Messe beizubehalten und die Ausstellungsfläche auf zwei Hallen zu begrenzen. „Damit bleibt“, so sagte er zu Beginn der Veranstaltung, „das gesamte Bild, das zur DNA der FMB gehört, auch erhalten.“ Denn auch die kurzen Wege innerhalb der Hallen und die damit verbundene Möglichkeit, sich schnell und umfassend zu informieren, gehört mit zum Erfolgsrezept der Veranstaltung. Die Besucher schätzen hier vor allem auch den direkten Austausch zwischen Kunden und Lieferanten.

Gesamte Kette der Zulieferindustrie an einem Ort

Es sind jedoch nicht nur die ausgebuchten Messehallen, die diese kleine, aber feine Veranstaltung so erfolgreich macht. Typisch für die FMB ist die ausgewogene Verteilung über die gesamte Kette der Zulieferindustrie für den Maschinen- und Anlagenbau. Stärkste Ausstellergruppen sind Maschinenteile, Baugruppen und Systeme, Montage-, Handhabungs- und Automatisierungstechnik sowie die Antriebstechnik. Zunehmend wichtiger wird nach Ansicht von Christian Enßle aus Ausstellersicht die Instandhaltung in Fertigung und Betrieb. Damit wird die Messe auch aus dem Blickwinkel der Maschinenanwender und Anlagenbauer zunehmend interessant.

Enßle: „Aus den Gesprächen mit den Ausstellern wissen wir, dass für viele von ihnen die Instandhaltung ein wesentlicher Bestandteil der Zukunftssicherung zahlreicher Unternehmen ist. Hier liegt auch die Erklärung für den regen Besuch des Instandhaltungs-Vortragsprogramms. In diesem Jahr war dieses Vortragsthema wesentlich besser besucht als bei der Premiere im Vorjahr.

Instandhaltung ist großes Messethema

Damit haben die Messemacher der FMB ein hochaktuelles Thema aufgegriffen Die Idee dahinter eröffnet eine einfache Rechnung. Wer die Kosten in der Produktion senken möchte, kommt an der Optimierung der Instandhaltung nicht vorbei. Durch neuere Konzepte wie Predictive Maintenance und Condition Monitoring (CM) können Industriebetriebe Kosten sparen, die Produktivität von Maschinen und Anlagen steigern und Ressourcen schonen. Denn Verschleißteile müssen nicht mehr „auf Verdacht“ ausgetauscht werden. Wer ganz tief in die Materie Instandhaltung einsteigen wollte, hatte dazu Gelegenheit, sich im Vortragsprogramm zu informieren. Hier reichte das Informationsangebot von aktuellen Themen der digitalisierten Produktion wie „Virtual/ Mixed Reality in der Instandhaltung“ bis hin zu „Systemlösungen für Condition Monitoring“. Aber es gab auch auf den Messeständen genügend Gelegenheit, sich mit Experten zu diesem Thema auszutauschen. So zum Beispiel bei Turck.

Turk: Wegbereiter zur Industrie 4.0

Als Spezialist für Sensor-, Feldbus-, Anschluss- und Interfacetechnik sowie RFID (Radio Frequency Identification) bietet Turck effiziente Lösungen für die Fabrik-, Prozess- und Logistikautomation. Mit seinen Daten- und Kommunikationslösungen sieht sich das Unternehmen als Wegbereiter zur Industrie 4.0. Wie sich smarte Automationslösungen konkret umsetzen lassen, zeigte Turck auf seinem FMB-Stand. Neben dem umfangreichen IO-Link-Portfolio – vom Sensor bis zum Master – standen Turcks UHF-RFID-Identifikationslösungen ebenso im Fokus wie das Thema Condition Monitoring. Die vorausschauende Wartung von Maschinen und Anlagen wird deshalb zunehmend zu einem relevanten Wettbewerbsfaktor. Am Messestand erklärten Turck-Spezialisten, wie sich mit geeigneten CM-Systemen – auch zum nachträglichen Einbau – ungeplante Stillstandzeiten deutlich reduzieren lassen. Turck bietet dazu ein breite Palette an Systemkomponenten, vom Sensor über die I/O- und Anschlusstechnik bis hin zu Funk-Gateways und Datenübertragung in die Cloud.

Igus bietet E-Ketten-Experten online

Eine ganz andere Möglichkeit, die Produktivität von Anlagen und Maschinen zu erhöhen, zeigte Igus als Entwickler und Hersteller von Kunststoff-Energieketten und hochflexiblen Leitungen für Energieführungen. Mit diesen schon tausendfach bewährten Produkten wird, wie auf der FMB zu hören war, die Lebensdauer von Leitungen und Schläuchen erhöht und damit die Ausfallzeiten von Maschinen und Anlagen reduziert. Um noch schneller komplette Energieführungen einfach zu konfigurieren, stellen die Igus-Ingenieure den Anwendern jetzt den so genannten E-Ketten-Experten zur Verfügung (www.igus.de/e-ketten-experte). Nun ist es gleichgültig, ob es sich um eine freitragende, gleitende oder auch hängende Anwendung handelt – der Konfigurator ermittelt genau die Energiekette, die sich optimal eignet. Die ausgewählte Kette ist dann innerhalb von 24 h auf dem Weg zum Kunden.

Schmersal mit EX-Sicherheitssensor

Die Schmersal Gruppe stellte auf der Messe den ersten RFID-basierten Sicherheitssensor vor, der nach der Atex-Richtlinie 2014/34/EU konstruiert und in den Ex-Zonen 2 (Gas-Ex, Kategorie 3G) und 22 (Staub-Ex, Kategorie 3D) eingesetzt werden kann. Damit vereint der Sensor EX-RSS16 zwei wesentliche Eigenschaften für die Sicherheit von Anlagen: die Funktionale Sicherheit nach ISO 13849 und den Explosionsschutz. Zudem erfüllt der Sensor durch die Zündschutzarten Ex ec und Ex tc die vor Explosion schützende Funktion, ohne dass ein weiteres energiebegrenzendes Gerät benötigt wird. Die Neuentwicklung hat Schmersal in diesem Jahr auf den Markt gebracht.

Der verschleißfreie Sicherheitssensor eignet für die Stellungsüberwachung von Schutzeinrichtungen verschiedenster Art, ob für die Überwachung von Türen, die Positionsüberwachung von Maschinenachsen oder anderer drehbarer, seitlich verschiebbarer oder abnehmbarer Schutzeinrichtungen. Drei verschiedene Betätigungsrichtungen ermöglichen zudem eine flexible Wahl der Einbaulage.

Die Sicherheitssensoren EX-RSS16 verfügen optional über einen Diagnoseausgang oder wahlweise ein SD-Interface (Serielle Diagnose). Es können bis zu 31 Sicherheitsschaltgeräte mit serieller Diagnose in Reihe geschaltet werden. Damit können die Diagnosedaten der Einzelgeräte in der Reihenschaltung über das SD-Gateway und einen Feldbus an eine Steuerung übertragen werden. So lassen sich Störungen schneller beseitigen. Erweiterte Diagnosefunktionen unterstützen eine vorausschauende Wartung und tragen zur Vermeidung von Maschinenstillständen bei. Von einer SPS aus können Steuerbefehle an die Geräte in der Reihenschaltung ausgegeben werden.

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