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Mobilfunk: Firmen setzen auf 4 G und 5 G als Digitalisierungstreiber

Investitionstrends für Industrie 4.0
Firmen setzen auf 4 G und 5 G als Digitalisierungstreiber

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Mehr als 500 Unternehmen planen den Einsatz von 4 G oder 5 G im Betrieb, um Industrie 4.0 voranzutreiben. Bild: xiaoliangge/stock.adobe.com
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4 G und 5 G sind Treiber für Industrie 4.0. Das ergab eine Befragung von Nokia und ABI Research, die Investitionsstrategien im Zusammenhang mit der Fabrik-Vernetzung untersuchte.

Die aktuelle Generation von Mobilfunktechnik (4 G/LTE beziehungsweise 5 G) wird erforderlich sein, um die eigenen Transformationsziele im Unternehmen zu erreichen. Davon sind etwas mehr als die Hälfte von 600 internationalen Entscheidern in der verarbeitenden Industrie überzeugt, wie sie in einer Befragung des finnischen Telekommunikationskonzerns Nokia und des Marktforschungsinstituts ABI Research angaben. Das Ziel der Studie war es, Investitionsstrategien in Zusammenhang mit der Fabrik-Vernetzung zu untersuchen.

74 % der Befragten planen demnach, ihre Kommunikations- und Steuerungsnetze bis Ende 2022 aufzurüsten. Mehr als 90 % prüfen den Einsatz von 4 G- und/oder 5 G-Mobilfunk in ihren Betrieben. Diejenigen Unternehmen, die Investitionen in 4 G oder 5 G planen, wollen damit vor allem die bestehende Infrastruktur digitalisieren und verbessern (63 %), mittels Robotik die Automatisierung vorantreiben (51 %) und die Produktivität der Mitarbeiter erhöhen (42 %), so die Ergebnisse.

4 G und 5 G ermöglichen schnelle Konnektivität

Manish Gulyani, Vice President Marketing bei Nokia Enterprise, sagt: „Wir sind an einem Wendepunkt bei der Transformation in Richtung Industrie 4.0 angelangt, weil die dafür notwendige schnelle und sichere Konnektivität jetzt verfügbar ist. Die Untersuchung zeigt den großen Bedarf an industrietauglichen drahtlosen Netzwerken, um die transformativen Vorteile der Digitalisierung und Automatisierung nutzen zu können. Verbunden mit der Verfügbarkeit von einfach zu implementierenden privaten Campusnetzen wird dieser Bedarf nach unserer Auffassung zu einer schnellen Verbreitung führen.“

Die Untersuchung analysierte die kurzfristigen Faktoren, die die Investitionsentscheidungen für neue industrielle Systeme beeinflussen – in den Bereichen IT und OT. Die IT-Treiber sind laut Studie vor allem die Reduktion von Ausfallzeiten (53 %), die Verbesserung der operativen Effizienz (42 %) und der Sicherheit (36 %). Bei den OT-Treibern zeigt sich der Wunsch, veraltete Infrastruktur zu ersetzen (43 %), die Effizienz zu verbessern (40 %) und die Kapazität zu erhöhen (38 %).

Des Weiteren gaben 88 % der Befragten an, dass sie bereits mit 4 G/5 G-Campusnetzen vertraut sind. 84 % derjenigen, die 4 G/5 G in Erwägung ziehen, favorisieren ein eigenes lokales Campusnetz in ihren Produktionsstätten. Vorrangige Investitionsbereiche sind die Automatisierung und Modernisierung von Maschinen (47 %), IIoT-Initiativen (42 %), gefolgt von Cloud-Infrastrukturen (37 %).

4 G/5 G ist ein großes Thema für die Industrie in Deutschland

Schaut man auf die Antworten der Befragten in Deutschland, zeigt sich folgendes Bild:

Auch hierzulande beschäftigen sich rund drei von vier Entscheidern (76 %) mit dem Einsatz von 4 G/5 G in der Fertigung. Weitere 15 % beschäftigen sich ausschließlich mit 5 G.

Gefragt nach den wichtigsten Business Cases, die durch 4 G oder 5 G unterstützt werden könnten, nennen 22 % der Befragten die Digitalisierung bestehender Anlagen und Maschinen, 17 % das Thema Sicherheit und Überwachung.

Bei den Gründen für Investitionen in die industriellen Systeme geben 60 % der Befragten als wichtigsten Faktor im IT-Bereich an, die Ausfallzeiten von Maschinen reduzieren zu wollen.

Im Bereich Operational Technology (OT) werden vorrangig Verbesserungen bei Qualität und Effizienz mit je 38 % als Investitionstreiber gesehen. Im Ländervergleich ist das Thema Sicherheit (31 %) für die Teilnehmer aus Deutschland besonders wichtig.

„Wichtig ist: Die Ergebnisse zeigen, dass Industrieunternehmen eine Präferenz für drahtlose Campusnetze haben, die sich vollständig in ihrem Besitz befinden und von ihnen betrieben werden. Die Unternehmen bevorzugen dabei das Inhouse-Management, um Sicherheitsbedenken zu zerstreuen. Offensichtlich wollen sich die Befragten nicht ganz auf Wifi/WLAN festlegen und ziehen die neuesten Funktechnologien in ihre Überlegungen ein. Infolgedessen ist 2020 ein entscheidendes Jahr für Netzwerkhersteller, um den Markt über die Vorteile von 4 G/LTE und 5 G aufzuklären“, erklärt Ryan Martin, Principal Analyst von ABI Research.

Details zur Befragung

Daten der Befragten: 602 einzeln Befragte mit unterschiedlichen Entscheidungsbefugnissen in den folgenden Branchen: Automotive (201), Konsumgüter (201) und Maschinenbau (200). Geografische Verteilung der Befragten: USA (161), Deutschland (100), Japan (100), China (40), Indien (40), Australien (40), Großbritannien (41), Kanada (40) und Frankreich (40). Die Umfrage wurde Ende 2019 und damit vor dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie abgeschlossen.

Kontakt:

Nokia Solutions and Networks GmbH & Co. KG
Werinherstraße 91
81541 München

Tel.: +4989206075–089
www.nokia.com

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