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Jedes dritte Job-Angebot richtet sich an Ingenieure

Dekra Arbeitsmarktreport 2014
Jedes dritte Job-Angebot richtet sich an Ingenieure

Laut dem Dekra Arbeitsmarktreport sind im technischen Bereich derzeit vor allem Elektroniker, Software-Entwickler und Elektroingenieure gefragt. Grafik: Dekra
Die positive Stimmung in der deutschen Wirtschaft wirkt sich auf den Arbeitsmarkt aus. Was wechselwillige Fachkräfte erfreut, wird zur Herausforderung für Arbeitgeber. Der aktuelle Arbeitsmarktreport der Dekra Akademie untersucht, welche Berufe derzeit besonders gefragt sind.

Die Erhebung zeigt: Unternehmen suchen verstärkt für den Vertrieb und die IT neue Mitarbeiter. Aber auch in Bereichen wie dem Controlling oder der Lagerlogistik können Bewerber aus zahlreichen Positionen wählen. Für den Arbeitsmarktreport wurden die Stellenanzeigen aus Printpublikationen, Online-Jobportalen und einem sozialen Netzwerk analysiert. Die 15111 offenen Stellen verteilen sich auf insgesamt 214 Berufe und Tätigkeiten.

Top-Ten-Berufe: Alte Bekannte und Newcomer
Auf Platz 1 und 2 liegen in diesem Jahr Kundenbetreuer und Wirtschaftswissenschaftler. Kundenbetreuer und -berater spielen in Unternehmen mit beratungsintensiven Produkten eine wichtige Rolle. Sie werden derzeit insbesondere in der Medien- und Kommunikationsbranche sowie in der Elektro- und IT-Industrie benötigt. Ein klassisches Einsatzgebiet für Wirtschaftswissenschaftler bleiben Unternehmensberatungen: Bei fast jeder zweiten Position, bei der die Branche des Arbeitgebers erkennbar war, ist der Bewerber später dort tätig. Unternehmen verstärken ihr Finanz- und Rechnungswesen darüber hinaus mit nicht-akademischen Experten. Im technischen Bereich suchen Unternehmen vor allem Elektroniker, Software-Entwickler und Elektroingenieure. Erstmals finden sich Mechaniker unter den Top-Ten-Berufen. Für den Anstieg ist vermutlich die Produktionssteigerung infolge der guten Wirtschaftslage verantwortlich.
IT-Spezialisten und Ingenieure umworben
Nahezu jedes zehnte Stellenangebot richtet sich an Bewerber mit IT-Hintergrund (9,2 %). Die positive Entwicklung der Bereiche Software und IT-Services macht sich auch am Stellenmarkt bemerkbar: Software-Entwickler liegen an siebter Stelle der Top-Ten-Berufe. Mit der zunehmenden Digitalisierung steigt auch der Beratungsbedarf, weshalb der Stellenanteil von IT-Beratern kräftig zugenommen hat. Auf Anwenderseite fehlen vor allem IT-Fachleute wie Systemadministratoren.
Daneben stehen Ingenieuren alle Türen offen, insbesondere wenn sie auf Elektrotechnik spezialisiert sind. Innerhalb der Ingenieurberufe entfällt fast jedes dritte Stellenangebot auf sie (30,9 %). Die Fachrichtung Maschinen- und Fahrzeugbau befindet sich auf Platz 13 und damit erstmals seit 2010 nicht unter den Top-Ten-Berufen. Vermutlich machen sich nun die gestiegenen Absolventenzahlen in diesem Fach bemerkbar. Bei Architekten und Bauingenieuren sorgt die anhaltend gute Lage am Immobilien- und Baumarkt für eine positive Stellensituation: Fast jede fünfte Ingenieursstelle ist für die Planungsspezialisten ausgeschrieben (19 %).
Anteil der wissensintensiven Tätigkeiten steigt
Der Arbeitsmarktreport beleuchtet seit 2008 die Entwicklung in sieben Berufsfeldern (Beratung, Entwicklung, Büro, Service, Verarbeitung, Infrastruktur und Erzeugung). In diesem Zeitraum hat der Anteil der wissensintensiven Berufe deutlich zugenommen: Knapp die Hälfte aller Anzeigen (49,1 %) sind in diesem Jahr den Berufsfeldern „Beratung“ und „Entwicklung“ zuzuordnen. Zum Vergleich: 2008 waren es noch 42,4%. „Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen eindeutig: Deutschland benötigt immer mehr sehr gut qualifizierte Fachkräfte“, sagt Jörg Mannsperger, Mitglied des Vorstands der Dekra SE und Geschäftsführer der Dekra Akademie GmbH. „Der prognostizierte Rückgang einfacher Tätigkeiten scheint zu stagnieren. Und selbst hier steigen die Anforderungen an Mitarbeiter – beispielsweise durch den Einsatz neuer Technologien.“ (bö) •
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