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Lieferkette: Volle Transparenz im Subcontracting

Digital vernetzte Supply Chain
Volle Transparenz im Subcontracting

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Eine digital vernetzte Supply Chain senkt Kosten, erhöht die Planungssicherheit und vermindert Risiken, die entstehen, wenn nicht rechtzeitig auf Veränderungen reagiert werden kann. Damit Fertigungsunternehmen volle Transparenz im Subcontracting erlangen, sind folgende sechs Tipps hilfreich.

» Nicole Thielen, Senior Consultant SAP Logistik bei Arvato Systems

Die digitale Welt dreht sich immer schneller. Das spüren auch produzierende Unternehmen, die sehr agil auf sich ändernde Marktanforderungen reagieren müssen. Dazu kommt der hohe Kostendruck. Beiden Herausforderungen können die Betriebe unter anderem damit begegnen, indem sie ihre Lagerhaltung auf ein Mindestmaß reduzieren oder Unteraufträge an Lohnbearbeiter vergeben.

Allerdings hat letztere Vorgehensweise einen großen Nachteil: Der Hersteller ist darauf angewiesen, dass ihn der Vertragspartner regelmäßig über den Bearbeitungs- oder Lieferstand informiert, beziehungsweise muss er diese Information immer wieder abfragen. Das bedeutet einerseits einen zusätzlichen Aufwand. Andererseits können so leicht Situationen entstehen, in denen das Unternehmen nicht rechtzeitig auf Veränderungen oder aktuelle Entwicklungen reagieren kann.

Dem gilt es entgegenzusteuern: Indem man den Produktionspartner über ein geeignetes Tool in das eigene Logistikmodul integriert und so alle relevanten Daten in Echtzeit erhält. Folgende sechs Tipps helfen dabei, die Supply Chain transparent und kosteneffizient zu gestalten.

1. Den Lohnbearbeiter direkt in das eigene Logistiksystem einbinden

Es geht darum, auf die Informationen über die eigenen Bestände und Fertigungsfortschritte beim Lohndienstleister zuzugreifen, ohne dass dieser Zugang zum ERP-System des Unternehmens erhält. Das gelingt mit einer Plattform, die mit dem Logistikmodul des Unternehmens verknüpft ist und dem Lohnbearbeiter für die Warenwirtschaft und Fertigungsrückmeldung dient. Die Daten werden automatisiert über Standardschnittstellen vom Logistiksystem übernommen. Damit erhöhen sich nicht nur die Planungssicherheit und Handlungsfähigkeit seitens des Auftraggebers, man strafft auch die zwischenbetriebliche Kommunikation: keine ständigen Rückfragen mehr am Telefon, kein inflationäres Hin- und Her von E-Mails oder gar Faxen.

2. Zu komplexe Systeme beim Auftragnehmer vermeiden

Viele Produzenten haben die Logistikmodule von SAP im Einsatz. Aufgrund des Funktionsumfanges der SAP-Lösung wären dafür jedoch bei jedem Onboarding eines neuen Subcontractors Anwenderschulungen notwendig, sofern die technischen Voraussetzungen für eine Systemintegration beim Vertragspartner überhaupt gegeben sind. Die gesamte Problematik entfällt, wenn der Dienstleister stattdessen die angesprochene Plattformlösung nutzt. Nicht zu vergessen ist zudem die beträchtlich kürzere und einfachere Implementierung dieser Lösung im Vergleich zu einem SAP-System.

3. Es den Nutzern einfacher machen

Eine hohe Nutzerfreundlichkeit – in Form intuitiv bedienbarer Oberflächen – verkürzen nicht nur die Eingewöhnungszeit, sondern helfen auch, Fehler und damit Zusatzkosten zu vermeiden. Es versteht sich (fast) von selbst, dass das System auch über mobile Endgeräte nutzbar sein muss. Ein weiterer Pluspunkt sind übersichtliche, leicht erfassbare Darstellungen des Fertigungsfortschritts oder der aktuellen Gesamtsituation. Die meisten Menschen sind visuell geprägt. Eine Ampelfunktionalität eignet sich deshalb besonders gut, um auf kritische Aufträge hinzuweisen.

4. Eine cloudbasierte Lösung nutzen

Der Hersteller sollte jederzeit schnell auf den aktuellen Stand reagieren können. Beispielsweise, indem er rechtzeitig eine Spedition beauftragt, hergestellte Halbfabrikate abzuholen, benötigte Materialen bereitzustellen oder die Lieferkette zum Kunden über eine direkte Belieferung vom Subcontractor aus zu verkürzen. Es lassen sich damit sowohl Lagerkosten als auch Produktionsunterbrechungen vermeiden bzw. deutlich reduzieren. Vorausgesetzt, die Informationen liegen in Echtzeit vor. Dafür bedarf es einer cloudgestützten Lösung, die zudem den Vorteil hat, kostengünstig und schnell skalierbar zu sein.

5. Die eigenen Investitionskosten reduzieren

Mit der Wahl eines Pay-per-Use-Preismodells entfallen nicht nur die Anschaffungskosten, sondern es wird statt einer festen Gebühr nur die tatsächliche Nutzung abgerechnet. In der Regel ist es von Vorteil, wenn das Fertigungsunternehmen diese Kosten übernimmt: Es entlastet damit das – zumeist eher kleinere – Dienstleistungsunternehmen von administrativen Aufgaben und behält die vollständige Ausgabenkontrolle.

6. Keine Sicherheitslücken zulassen

Bei alldem gilt: Sicherheit ist das oberste Gebot. Darum ist es so entscheidend, dass dank einer Cloud- /Plattformlösung keine externen Personen, also auch keine Angestellte des Lohndienstleisters, Zugriff auf das eigene ERP-System haben und die notwendige Datenübertragung entsprechend abgesichert ist. Die eingesetzte Lösung muss sich zudem nicht nur gut in die vorhandenen Logistikmodule integrieren lassen, sondern auch den Datenschutz umfänglich gewährleisten.

Lückenlose Transparenz vom Materialeingang bis zum Warenversand

Es gibt viele gute Gründe für produzierende Unternehmen, mit Lohndienstleistern zusammenzuarbeiten. Dazu gehören zum Beispiel die Möglichkeit, auf diese Weise Lastspitzen abzufangen, vom Spezialwissen externer Partner zu profitieren oder saisonale Produkte herzustellen, für die ein Umrüsten oder gar Ändern der unternehmenseigenen Anlagen zu lange dauert oder zu teuer ist. Allerdings sollte man die volle Transparenz über die Bestände und Fertigungsfortschritte beim Produktionspartner behalten, indem man ihn über eine Plattformlösung in sein Logistiksystem einbezieht.

www.arvato-systems.de/lohnbearbeitung

Kontakt:

Arvato Systems GmbH
An der Autobahn 200
33333 Gütersloh
Tel. +49 5241 80–80 888
E-Mail: info@arvato-systems.de
www.arvato-systems.de

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