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Führungskräfte erwarten mehr Low-Code als traditionelles Coding

Mendix präsentiert Low-Code-Studie
Low-Code: Von der Krisen- zur Kerntechnologie

Bild: Mendix

Die Akzeptanz von Low-Code ist von 77 % im Jahr 2021 auf jetzt 94 % gestiegen. Das ist eines der Ergebnisse der Umfrage „State of Low-Code in Key Verticals 2022“, die von der Siemens-Tochter Mendix initiiert und vom Marktforschungsunternehmen Reputation Leaders durchgeführt wurde. Demnach erwarten die meisten Führungskräfte bis 2024 eine häufigere Nutzung von Low-Code als traditionelles Coding. Die Studie zeigt auch, dass sich Low-Code in 69 % der befragten Unternehmen von einer Krisentechnologie zu einer Kerntechnologie entwickelt hat.

Die Umfrage spiegelt die Erfahrungen, Beobachtungen und Meinungen von Führungskräften in Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, Großbritannien und den USA wider. Die Befragten sind in den Bereichen Banken, Finanzdienstleistungen, Versicherungen, öffentlicher Sektor, industrielle Fertigung und Einzelhandel tätig.

Grundlage für die digitale Transformation

Allgemein lässt sich sagen, dass Unternehmen Low-Code als Grundlage für die digitale Transformation nutzen. Da Investitionen in effektive Technologien strategische Bedeutung haben, werden sie von der Führungsebene vorangetrieben, einschließlich CEOs, CIOs und Chief Digital Officer. Etwa 70 % der Befragten sehen Low-Code als einen festen Bestandteil ihres Geschäfts.

Viele der befragten Unternehmen sind sich einig, dass Investitionen in neue Technologien während der Pandemie essenziell für den Fortbestand des Unternehmens waren. Den Angaben zufolge hätte jedes neunte Unternehmen den Betrieb ansonsten aufgrund von Kundenverlust, Imageschäden, Preiserhöhungen, verlorenen Einnahmen oder der Entlassung von Mitarbeitern schließen müssen.

Bild: Mendix

In der Pandemie bewährt

Bei allen Unternehmen, die während der Pandemie auf Low-Code setzten, haben sich die Prioritäten mit den veränderten makroökonomischen Bedingungen und Kundenerwartungen weiter verändert. Im Jahr 2021 wurde Low-Code aus Gründen der Zusammenarbeit, der Kostensenkung und der Geschwindigkeit eingesetzt. Jetzt beschleunigt Low-Code die Entwicklung von Kundenportalen, Produktivitätsanwendungen und Unternehmenssoftware.

Ziel ist es, die Flexibilität des Unternehmens zu erhöhen, die Einführung von Technologien zu erleichtern und Sicherheit von Beginn an in die Anwendungen mit einzubauen. Vier von zehn Unternehmen nutzen Low-Code bereits für geschäftskritische Anwendungen.

„Die Mehrheit der führenden Unternehmen, unabhängig von der Branche, nutzt Low-Code, um qualitativ höherwertige digitale Erlebnisse zu schaffen, die Back-End-Automatisierung zu verbessern und die allgemeine Geschäftsagilität zu erhöhen“, sagt Ron Wellman, Head of Industry Clouds bei Mendix. „Sie benötigen eine Low-Code-Plattform, die schnelle Veränderungen genauso unterstützt wie die Zusammenarbeit zwischen Fachabteilungen und IT, die Erneuerung von Legacy-Systemen und eine Anpassung an die sich verändernden Erwartungen von Kunden und Mitarbeitern.“

Entwicklung zu einer führenden Rolle in der Produktion

In der industriellen Fertigung ist zu beobachten, dass sich Low-Code von einer unterstützenden zu einer führenden Rolle in der Produktion entwickelt. Während der Pandemie nutzten die Hersteller Low-Code für die Verbindung mit Peripheriegeräten sowie zur Unterstützung von Logistik und Qualitätsbewertung. Heute wird der größte Bedarf an Low-Code in den Bereichen IT (50 %), Produktionstechnik (43 %), Produktdesign und Qualitätskontrolle gesehen.

Low-Code wird auch eingesetzt, um die Zusammenarbeit über mehrere Bereiche, Disziplinen und Regionen hinweg zu verbessern und um mit Transportunternehmen und Zulieferern in Kontakt zu treten (64 %). Ein vorrangiges Ziel ist die Nutzung als Brücke zwischen IT und OT.

Bild: Mendix

Verbesserte Transparenz

Einige Unternehmen nutzen Low-Code, um eigenentwickelte Altsysteme für Qualitäts- oder Fertigungsprozesse zu ersetzen. Für 39 % der Befragten ist es wichtig, dass sich die Low-Code-Anwendungen in bestehende Altsysteme integrieren lassen. Die Mehrheit (63 %) nutzt die Entwicklungsumgebung unter anderem, um Transport-, Logistik- und Lieferkettenprobleme zu lösen.

Die beiden wichtigsten Vorteile bei der Anwendung von Low-Code in der Fertigung sind der Umfrage zufolge die verbesserte Echtzeit-Prozesstransparenz (39 %) und die verbesserte Echtzeit-Datentransparenz (38 %). Zusätzlich unterstützt die Datenintegration diese Vorteile. Sie ermöglicht auch die gemeinsame Nutzung von Daten außerhalb der Konstruktion, eine verbesserte Auftragsvergabe und die Erstellung von mobilen und Workflow-Anwendungen. Die beiden größten Herausforderungen für die Fertigung sind die Modernisierung der alten IT und die Produktionsüberwachung (jeweils 32 %).

Bedarf an mehr fertigungsspezifische Anwendungsvorlagen

Die drei wichtigsten Anwendungsfälle in der Produktion sind derzeit Peer-to-Peer-Apps, Konnektivität mit Geräten in der Fertigung und Konnektivität mit vorhandener kommerzieller Software. Für die Zukunft wünschen sich die Befragten mehr fertigungsspezifische Anwendungsvorlagen. Sie möchten auch von unterwegs auf Altsysteme zugreifen können und Low-Code und seine KI-Funktionen mit IoT für eine intelligente Fertigung integrieren.

Bild: Mendix

„Die Art und Weise, wie wir unsere Unternehmen führen, hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Es ist heute ausschlaggebend, den Betrieb zu digitalisieren und mit Kunden und Mitarbeitern über verschiedene Wege und Touchpoints zu interagieren“, betont Tim Srock, CEO von Mendix. „Gleichzeitig erfordern die wachsende Komplexität der Technologie und die zunehmende Geschwindigkeit des Geschäftsbetriebs den Einsatz von Low-Code, um sicherzustellen, dass technologisch ein geschäftlicher Mehrwert geleistet sowie schnell und agil umgesetzt werden kann.“ (jk)

Industrieanzeiger
Titelbild Industrieanzeiger 15
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15.2022
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