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Waldrich Coburg ist 100 Jahre alt

Großmaschinen
Waldrich Coburg ist 100 Jahre alt

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Vor 100 Jahren gegründet, verdankt Waldrich Coburg seinen heutigen Erfolg vor allem den neuen Serienmaschinen der Taurus-Baureihe. Bild: Waldrich Coburg
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Seit 100 Jahren gibt es die Maschinenfabrik Waldrich in Coburg. Am 10. Februar, dem Gründungsdatum, feierte Waldrich Coburg das Jubiläum im Europäischen Museum für modernes Glas bei Schloss Rosenau. Der Ort war nicht zufällig gewählt – ohne den langjährigen Inhaber und Geschäftsführer Otto Waldrich, gäbe es dieses Museum nicht. Otto Waldrich, der 2017 verstorben ist, hatte mit seinem Schwager Bernhard Kapp die Führung des Unternehmens übernommen, nachdem sein Vater und Gründer Adolf Waldrich am 5. März 1950 einem Schlaganfall erlegen war. Adolf Waldrich hatte 1919 zusammen mit dem Ingenieur Emil Hardt eine kleine Fabrik mit 20 Beschäftigten in der Coburger Gerbergasse übernommen. Von dort aus gründeten sie am 10. Februar 1920 die Globuswerke. 1926, nach dem Umzug in den Hahnweg, schied Hardt aus, und das Unternehmen hieß fortan Maschinenfabrik Adolf Waldrich. Der Siegener stammte aus einer Unternehmerfamilie – er war vorher Teilhaber der Firma H.A. Waldrich gewesen. Die Entwicklung des ölhydraulischen Antriebs brachte der Firma den Durchbruch; die Folge war die Entwicklung von Hobelmaschinen und Führungsbahn-Schleifmaschinen, erläuterte Hubert Becker. Becker, ehemaliger Geschäftsführer und inzwischen Chef der Jingcheng Holding Europe, zu der Waldrich Coburg zu 100% gehört, hat mehr als die Hälfte der Firmengeschichte miterlebt: Er fing am 2. September 1968 als 14jähriger bei Waldrich Coburg als Maschinenbaulehrling an.

Die Historie

Mit der Übernahme durch Otto Waldrich begann die zweite Epoche der Unternehmenshistorie: Fräsmaschinen wurden entwickelt, das Unternehmen wuchs, in den 70er-Jahren wurden die ersten Großfräsmaschinen mit numerischer Steuerung ausgeliefert. Becker blickte in seiner Festrede stolz auf diese Jahre. 1985 verkaufte Otto Waldrich das Unternehmen, das damals rund 1050 Mitarbeiter hatte, an die Ingersoll-Gruppe, zu der auch die H. A. Waldrich in Siegen gehörte. Hubert Becker erinnert sich: „Von da an ging es 20 Jahre bergab. In Coburg wurden keine strategischen Entscheidungen mehr getroffen.“ Nach dem Konkurs der von Ingersoll 2003 wurde Waldrich von der Siegener Herkules-Gruppe ersteigert. Als Retter erwies sich schließlich im Oktober 2005 eine Kooperation in China, die Waldrich 1984 eingegangen war: Bejing No. 1 übernahm den Maschinenbauer. „Wir konnten die Firma führen wie ein traditionelles deutsches Maschinenbau-Unternehmen“, sagte Becker in seiner Festansprache. Der Auftragseingang stieg von 60 Mio. im Jahr 2006 auf 250 Mio. 2008.

Die Zukunft

Am Standort wurde investiert, insgesamt über 60 Mio. Euro. Bis 2012 dauerte diese Hochphase, dann gingen die Aufträge zurück. Waldrich, das bislang fast jede Maschine für den Kunden individuell geplant und gebaut hatte, orientierte sich um. Mit dem Portalfräszentrum Taurus, das 2016 präsentiert wurde, entwickelten die Coburger ihre erste in Kleinserie gebaute Maschine. Heute hat Waldrich weltweit 540 Mitarbeiter, von denen rund 500 am Standort Coburg arbeiten. 2021 soll die Taurus Gemini präsentiert werden und für einen erfolgreichen Start ins zweite Jahrhundert der Unternehmensgeschichte sorgen. Die Taurus Gemini soll eine Brücke schlagen von der bekannt hohen Stabilität der Waldrich-Maschinen zu höheren Geschwindigkeiten. Gleichzeitig bleibe das Unternehmen Hersteller von Großmaschinen und Marktführer bei Maschinen zur Dieselmotorenbearbeitung, sagte Falk Herkner, der als Mitglied der aktuellen Geschäftsführung den Vertrieb verantwortet.

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