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Carbon – die „komplett andere Welt“

Automotive Forum des Carbon Composites e. V. wagt Ausblick: Kosten von CFK-Bauteilen können bis auf 24 Euro/kg sinken
Carbon – die „komplett andere Welt“

Strategie und Ausblick zum CFK-Einsatz erörterten 250 Fachbesucher beim 4. Automotive Forum in der Gläsernen Manufaktur in Dresden Bild: CCeV
Rund 250 Fachbesucher erörterten auf dem Automotive Forum des Carbon Composites e. V. (CCeV) in Dresden die Weiterentwicklung des Superleichtbau-Werkstoffes CFK – selbst für Insider ein vielfach offenes Thema. Einblicke in die Strategiedebatte.

In der Gläsernen Manufaktur nutzte Dr. Armin Platz von der Volkswagen AG als Gastgeberin die Chance, das Ziel von 95 g/km CO2-Ausstoß bis 2020 für VW als gesichert zu benennen. Helfen soll eine „Composite Strategie“, die die Möglichkeiten des Leichtbaus durch sinnvollen Materialmix ausschöpft.

Prof. Axel Hermann vom CFK Valley Stade e. V. betonte die Notwendigkeit, die Automatisierung der Prozesse voran zu treiben – aufbauend auf dem vor allem im Flugzeugbau erarbeiteten Werkstoff-Know-how. Sebastian Grasser von der Benteler-SGL Composite Technology GmbH legte sich fest: Durch weitere Optimierungen bei den Herstellprozessen könnten die Bauteile-Kosten auf 24 bis 30 Euro/kg gesenkt werden. Dazu werde die Einführung des Megacity Vehicle mit hohem Carbon-Anteil durch BMW beitragen. Dr. Helmut Schramm, Leiter der Produktion Elektrofahrzeuge bei der BMW Group, erläuterte das Konzept des Konzerns mit der Einführung im Herbst 2013: Man betrete damit eine „komplett andere Welt“, so Schramm. Der CFK-Einsatz sei jedoch kein Selbstzweck, sondern diene der Gewichtsersparnis.
Dr. Jens Werner erläuterte die Strategie, die die Thyssen Krupp Carbon Components GmbH mit dem in Dresden zu besichtigenden Konzeptfahrzeug „InEco“ gefahren ist: Ein Schlüssel zum Erfolg einer Serienproduktion von CFK-Autos sei die Reduzierung der Einzelteile, so Werner. Beim InEco sind nur noch 63 Komponenten zusammenzufügen.
Ein Tool, um die „andere Welt“ des Carbon-Werkstoffs zu erobern, ist für Andreas Gundel, Vorstandsmitglied des CCeV, die durchgängige Simulation von Prozessen. Der Chef der Cadcon Ingenieurgesellschaft mahnt hier weitere Anstrengungen an. Zum Abschluss zog Dr. Hubert Jäger, Vorstandsvorsitzender des CCeV und Leiter der Konzernforschung der SGL Group als Fazit: „Wir können auf dem Weg zur Serienreife von CFK noch eine Menge bei der Prozesstechnik einsparen – beim Rohstoff aber eher nicht.“ os
Industrieanzeiger
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19.2021
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