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90 % weniger Treibhausgas-Emissionen durch grüne Technologien

90 % weniger Treibhausgas-Emissionen durch grüne Technologien
Grüne Technologien bieten große Chance für die Industrie

Grüne Technologien bieten großes Marktpotenzial für den Maschinen- und Anlagenbau. Bild: Erika Wehde/stock.adobe.com
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Die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz beschäftigen den Maschinen- und Anlagenbau seit Jahren. Aufgrund des hohen CO2-Ausstoßes steht die Branche zwar einerseits unter Druck, doch durch den Einsatz grüner Technologien entstehen auch Chancen. So könnten die Unternehmen bis 2050 zusätzlichen Umsatz von 10 Bio. Euro erzielen. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie des VDMA gemeinsam mit der Boston Consulting Group (BCG).

Ziel des Klimaschutzes ist, die Treibhausgas-Emissionen zu senken. Der Maschinenbau nimmt hier eine Schlüsselrolle ein. Die Branche ist zwar nur für einen Bruchteil der weltweiten CO2-Emission von 35 Gt verantwortlich, beeinflusst jedoch über ihre Technologien alle Industriezweige. „Aufgrund der engen Verflechtung von Maschinen- und Anlagenbau mit nahezu allen Industrien, bieten die Entwicklung und das Angebot klimafreundlicher Technologien wirtschaftlich und ökologisch ein großes Marktpotenzial von über 300 Mrd. Euro pro Jahr“, sagt Markus Lorenz, BCG-Partner und Studienautor.

Würde der Maschinenbau seinen Kunden grüne Technologien anbieten, ließen sich die Emissionen um 86 % auf 30 Gt senken, so der VDMA und die BCG.

Am meisten Treibhausgas entsteht durch die Fertigung (16,7 Gt), gefolgt von Bauwirtschaft (6,7 Gt), Transport (5,7 Gt) sowie Landwirtschaft und Entsorgung (4,3 Gt). „Die Maschinenhersteller haben es in der Hand, noch mehr grüne Technologien zu entwickeln und anzubieten. Wichtig ist hier vor allem eine globale Marktperspektive, um größtmöglichen Nutzen zu generieren“, sagt Hartmut Rauen, stellvertretender VDMA-Hauptgeschäftsführer.

Grüne Technologien verbessern ökologischen Fußabruck aller Industrien

Für die Studie „For Machinery Makers, Green Tech Creates Green Business“ wurden die Treibhausgas-Emissionen von 14 Sektoren ermittelt und analysiert. Zudem zeigt sie fünf Hebel auf, durch die der Maschinenbau den ökologischen Fußabdruck seiner Kunden verbessern kann.

Jeder der Hebel beinhaltet eine breite Palette an Einzeltechnologien für die Unternehmen. „Bereits heute liefern Maschinen- und Anlagenbauer grüne Investitionsgüter. Die Energiewirtschaft profitiert von Anlagen zur Erzeugung Erneuerbarer Energie, wie Wind- und Wasserturbinen, oder optimierten Heiz- und Kühlsystemen mit Wärmerückgewinnung. In Industrieunternehmen werden zudem schon jetzt hocheffiziente Motoren eingesetzt“, erklärt Lorenz. Durch eine flächendeckende Verbreitung und Nutzung dieser heute wirtschaftlichen Technologien könnten 13 Gt CO2e oder 37 % des Gesamtausstoßes reduziert werden.

Weitere Hebel werden erst in den nächsten Jahren an Bedeutung gewinnen: Methanabscheidung in der Landwirtschaft wäre zwar möglich, aber noch zu teuer, um sie in der Produktion flächendeckend einzusetzen. Verfahren zur Herstellung umweltfreundlicher Kraftstoffe, wie Wasserstoff und seiner Derivate, oder zur Abscheidung und Speicherung von CO2 in der Industrieproduktion sind technisch noch nicht skaliert. Sie seien damit unter den aktuellen Marktbedingungen noch nicht wirtschaftlich.

Würden diese Technologien jedoch perfektioniert werden, könnten weitere 17 Gt oder 49 % der aktuellen Treibhausgas-Emissionen vermieden werden. „Insbesondere die Wasserstoffwirtschaft, mit ihrem großen Potential etwa in der Stahlerzeugung, mit Herstellungsprozessen für Brennstoffzellen im industriellen Maßstab, der Elektrolyse oder Verflüssigung, bietet hier viele Möglichkeiten, um grüne Technologien mit positiven Umweltaspekten zu verknüpfen“, sagt Lorenz.

Kontakt:

VDMA e.V.
Lyoner Str. 18
60528 Frankfurt
Tel.: +49 696603-0
www.vdma.org

Boston Consulting Group
Ludwigstr. 21
80539 München
Tel.: +49 8923174-0
www.bcg.com

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