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Die Lage des deutschen Maschinenbau in China verbessert sich

Geschäftserwartungen für China
Die Lage des deutschen Maschinenbaus in China verbessert sich

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Die deutschen Maschinenbauer gehen davon aus, dass sie ihre für 2020 gesteckten Wachstumsziele in China erreichen. Bild: Unique Vision/stock.adobe.com
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Die Erwartungen der Geschäftslage in China haben sich für den deutschen Maschinenbau erneut verbessert, so der VDMA.

In der vierten Umfrage des VDMA unter Mitgliedsfirmen in China gaben noch 17 % der befragten Unternehmen an, aktuell die Auswirkungen der Corona-Pandemie als groß zu bewerten. In der Juni-Umfrage waren es zuvor noch 22 %, im April 46 %. Zudem ist bei 61 % der Befragten das Geschäftsniveau aktuell bereits wieder auf dem Stand vor der Corona-Pandemie. 39 % der Befragten gehen davon aus, dass sie ihre für 2020 gesteckten Wachstumsziele erreichen werden, verglichen mit 30 % bei der vorangegangenen Umfrage. Die Unternehmen sind vor allem dank der starken Inlandsnachfrage, der Wiederaufnahme anfangs verschobener Projekte und der Erholung im Automobilsektor zuversichtlich gestimmt.

2021 soll besser werden als die vergangenen zwei Jahre

Auch die für 2021 sind die Geschäftsaussichten in China positiv. 62 % der Unternehmen gehen für die zweite Jahreshälfte 2020 von einem Wachstum der Umsätze aus. 29 % erwarten eine gleichbleibende Konjunkturlage und lediglich 9 % prognostizieren einen Rückgang. Die Erwartungen für 2021 sind im Vergleich dazu etwas verhaltener, aber dennoch positiv: 35 % der Befragten geben an, dass 2021 besser wird als 2020 und 2019.

Wettbewerbs-Position in China hat sich 2020 verschlechtert

Mittlerweile ist aber absehbar, dass sich die Corona-Pandemie trotz der guten Aussichten im China-Geschäft negativ auf die Wettbewerbssituation für den deutschen Maschinenbau vor Ort auswirkt. So geben 25 % der Befragten an, dass sich ihre Position in diesem Jahr verschlechtert hat. Grund ist in erster Linie das aggressive Preisverhalten chinesischer Anbieter, um an Aufträge zu kommen. „Einigen Unternehmen kommt es so vor, als würden die chinesischen Wettbewerber über eine unbegrenzte Liquidität verfügen und folglich einen längeren Atem haben. Das kann mittelfristig zu einem großen Problem für ausländisch investierte Unternehmen werden“, erläutert Claudia Barkowsky, Geschäftsführerin des VDMA in China.

Zudem hat sich für 57 % der Unternehmen die Zusammenarbeit mit dem Stammhaus spürbar verlangsamt, was die Tochtergesellschaften in China behindert. Auf einem Markt, der von Schnelligkeit und Flexibilität lebt, sind diese Eigenschaften in Krisenzeiten noch mehr gefragt als unter normalen.

Gestärkt aus der Krise

14 % der Maschinenbauunternehmen sehen sich gestärkt aus der Krise kommen. Zum einen weil der Bereich der Automatisierung kundenseitig mehr Aufmerksamkeit erfährt. Auch Unternehmen mit einem hohen Lokalisierungsgrad in Vertrieb und Service sowie Unternehmen, die weitestgehend unabhängig von der Zentrale agieren können, profitieren von der aktuellen Lage. Allerdings sind diese Unternehmen nicht grundsätzlich schneller als ihre chinesischen Wettbewerber, sondern sie haben Vorteile gegenüber anderen ausländisch investierten Unternehmen, die enger vom Stammhaus geführt werden.

Der zunehmende Wettbewerb auf dem chinesischen Markt ist dabei die größte Herausforderung. 33 % bewerten diesen als ernst, 45 % als spürbar. Aber auch von der Entkoppelung Chinas von den USA sind die Maschinen- und Anlagenbauer betroffen, 19 % bewerten dies als ernst für ihr Geschäft, 32 % als spürbar.

Reisebeschränkungen sind nach wie vor großes Hemmnis

Die sehr strikten Einreisebeschränkungen für Ausländer in China stellen weiterhin ein großes Hemmnis dar, vor allem aufgrund der Quarantänepflicht nach der Ankunft in China. Fast jeder Zweite (48 %) beklagt dies als ernstes Problem, 38 % als spürbar. „Die Mitgliedsunternehmen versuchen schon fast verzweifelt, ihre Mitarbeiter nach China zu bringen“, sagt Barkowsky. „China hat sehr bürokratische und komplizierte Anforderungen für die Einreise erlassen. Dazu kommt die Quarantänepflicht von 14 Tagen am Ankunftsort in China, bevor die Weiterreise zum Kunden angetreten werden kann. Dies schädigt auch den chinesischen Kunden. Wir brauchen hier schnell eine pragmatische Lösung“, fordert die VDMA-Expertin.

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