Maschinenbau Maschinenbau vertagt Wachstum auf 2017

Maschinenbau

Maschinenbau vertagt Wachstum auf 2017

Chancen auf neues Wachstum hat der Maschinenbau rund um den Globus überall dort, wo Produktion automatisiert wird und die Digitalisierung voranschreitet. Bild: Bosch
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Bei den deutschen Maschinenbauern fällt das Wachstum in diesem Jahr aus. Erst 2017 rechnet der Branchenverband VDMA mit einem realen Produktionsplus von 1 %.

Die zahlreichen politischen und wirtschaftlichen Krisen in der Welt lähmen das Geschäft der deutschen Maschinenbauer: Im laufenden Jahr fällt das Wachstum aus. Die aktuelle Prognose des Branchenverbands VDMA für die Maschinenproduktion liegt bei Nullwachstum, also Stagnation. Leichte Besserung ist für 2017 in Sicht: real soll das Produktionsvolumen im nächsten Jahr um 1 % wachsen, wie Dr. Ralph Wiechers, der Chefvolkswirt des VDMA, in Frankfurt betonte.

Die Branche mit über 1 Mio. Beschäftigten und einer Exportquote von mehr als 75 % bekommt die externen Störgrößen vielfältiger Art zu spüren. Das stetige Auf und Ab zeigt sich auch an der globalen Industrieproduktion, die in diesem Jahr laut aktuellen Prognosen nur um 2,7 % zulegen wird. Als belastende Faktoren, mit denen man in Zukunft rechnen müsse, sieht Wiechers, neben den weltweiten Unruhe- und Krisenherden die niedrige Rohstoffpreise, der Brexit, eine weitgehend ausgereizte Geldpolitik, aber auch euroskeptische Kräfte, die Europa lähmen würden.
Dem entgegen stellen die VDMA-Volkswirte positive Effekte, die den Verband bewogen haben, „bei der Prognose für 2017 leicht ins Plus zu gehen“, sagte Wiechers. So würden, wenn auch zögerlich, in Deutschland Ersatzinvestitionen in Gang kommen. Auch die Modernisierung des Maschinenparks würde in vielen Bereichen anlaufen. Überdies wird davon ausgegangen, dass die wirtschaftliche Erholung in der EU und in den USA wieder an Fahrt gewinnt. Und während aus Russland, Indien und Brasilien neue Impulse kommen würden, stütze China seine Wirtschaft. Produkte aus deutscher Produktion würden im Reich der Mitte zwar weiterhin weniger nachgefragt, der Rückgang sei jedoch überschaubar.
Gleichwohl treffen die Ausfälle eines Wachstumsmotors wie China die Kapazitätsauslastung der deutschen Maschinenbauer. Diese liegt seit geraumer Zeit am unteren Rand der von Wichers als Wohlfühlzone bezeichneten Marke, die in diesem Juli bei 83,3 % lag. Trotz dieser Unterauslastung an der unteren Grenze rangiert die Beschäftigung auf einem hohen Niveau. Viele Betriebe würden zwar von einem Auftragsmangel als wesentlichem Produktionshindernis berichten, so Wiechers. In puncto Beschäftigung schlage sich dieser Effekt aber nicht nieder. Der deutsche Maschinenbau bewegt sich konstant über der Millionengrenze: Im Juli 2016 beschäftigten die Unternehmen 1,010 Mio. Mitarbeiter. Für den Chefvolkswirt ist dies ein Indiz „für einen grundlegenden Optimismus, dass sie wettbewerbsfähig sind und auch parat stehen wollen, wenn die Konjunktur wieder anzieht“. (dk)
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