Editorial

Weckruf nicht zu überhören

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Droht die deutsche Industrie Opfer ihres eigenen Erfolgs zu werden? Bei der Innovationsfähigkeit sind Wirtschaft und Wissenschaft nicht zu toppen. Laut der aktuellen Analyse des Genfer Weltwirtschaftsforums (WEF) steht Deutschland in dieser Kategorie weltweit auf Platz eins – noch vor den USA. Allerdings scheint es an der Schwelle zur Digitalisierung nicht auszureichen, der innovationsfreundlichste Standort weltweit zu sein. Erhalt und Ausbau der künftigen Wettbewerbsfähigkeit erfordern es, sich bei Innovationen nicht nur auf neue Produkte zu konzentrieren oder bestehende zu verbessern. Also Weltmeister darin zu sein, die Vergangenheit zu restaurieren. Wer in der digitalen Moderne die Nase vorn behalten will, sollte schleunigst damit beginnen, seine Prozesse zu transformieren und gänzlich neue digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln. Hier ist in Deutschland noch viel Luft nach oben. Der Beweis: Die heimischen Maschinenbauer schätzen ihre Fähigkeit auf diesem Gebiet als eher durchschnittlich ein. Dies ist ein Ergebnis der neuen VDMA-Studie „Führung und Innovation in Zeiten der Digitalisierung“. Dies kommt alles andere als überraschend und sollte zu denken geben. Letztendlich braucht es neuer Kompetenzen, um die Chancen des digitalen Wandels zu nutzen: Die Handlungsempfehlungen der Studienautoren reichen von „Fähigkeit zu radikaler Innovation stärken“, über „visionäre Führung“ und „Wandel von einer Nullfehler- zur Fehlerkultur“ bis hin zu „flexibleren Problemlösungsprozessen“. Digitalisierungsfördernd heißt innovationsfördernd heißt mitarbeiterfördernd – und heißt mithin, ein kreatives Umfeld für neue Ideen schaffen. Auch wenn solche Bestandsaufnahmen und Empfehlungen noch längst kein Alarmismus sind, als Weckruf sollten sie durchaus verstanden werden.

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