Schneider Electric stellt neue Prozesssteuerung und HMI-Konzepte vor

Neue Prozesssteuerung setzt auf Ethernet-Kommunikation

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Im Vorfeld der SPS IPC Drives hat Schneider Electric im französischen Carros bei Nizza eine Vorschau auf neue Produkt gegeben. Dazu gehört die Prozesssteuerung Modicon M580, die zur Kommunikation auf Standard-Ethernet setzt. Angeschlossene Geräte müssen nicht mehr manuell konfiguriert werden.

„Wir nutzen bei der neuen Modicon 580 die Standard-Ethernet-Kommunikation für den Feldbus, das Anlagen-Netzwerk sowie das steuerungsinterne Bussystem auf der Backplane und damit selbstverständlich auch für alle angeschlossenen Module, Geräte und Systeme wie Komponenten der Energieverteilung, Schaltanlagen oder das Energiemanagement“, sagte Antonio Chauvet, Leiter Forschung und Entwicklung bei Schneider Electric (Halle 4 an Stand 310). Das Ergebnis sei eine komplett offene Systemarchitektur – sämtliche Prozess- und Anlagendaten ließen sich so nahtlos zusammenführen. Die Prozesssteuerung Modicon M580 wird damit zu einem wichtigen Bestandteil der sogenannten PlantStruxure-Architektur. Diese verbindet das SPS- und Scada-, Fernwirktechnik- und DCS-Angebot der französischen Automatisierungsexperten. Schneider verspricht eine schnelle Fehlerdiagnose und Identifikation der eigentlichen Fehlerursache, Zugriff auf konsistente und genaue Daten und reduzierte Ausfallzeiten dank eines detaillierten Überblicks über alle Alarme und Ereignisse. Sicherheitsfunktionen könnten direkt in den Controller integrieren werden, was den Schutz gegen Cyber-Angriffe erhöhe, so Chauvet. Zusätzlich müssen Anwender Prozesse nicht mehr anhalten, um Module oder Netzwerkkomponenten hinzuzufügen oder laufende Anwendungen zu modifizieren. Möglich macht dies die Funktion „Change Configuration on the Fly“.

Im Bereich Antriebstechnik rückt Schneider dieses Jahr den Frequenzumrichter Altivar 1200 für Mittelspannungen in den Mittelpunkt. Er bedient einen Leistungsbereich von 0,3 bis 16 MVA bei einer Netzspannung von 2,4 bis 11 kV. Mit dem Umrichter zielen die Franzosen auf einfache Anwendungen in der Industrie und bei Energieversorgungsunternehmen.
Gezeigt wurde in Carros auch eine Anfang des Jahres erstmals vorgestellte mobile Bedienlösung: Mit VijeoDesign’Air und VijeoDesign’Air Plus stehen zwei Apps für Smartphones und Tablets bereit, mit denen Bediener und Konstrukteure Betriebsdaten und Parameter ihrer Maschinen auslesen und verwalten können. Der Zugriff auf die Anlagen erfolgt über ein WLAN. Um Sicherheitsprobleme zu vermeiden, definiert der Betreiber, wer welchen Zugriff auf die Maschine hat – und damit, ob Daten nur ausgelesen werden können oder sich das System auch steuern lässt. Ziel der Lösung ist es, teure Stillstandszeiten zu vermeiden: Weil der Bediener von überall aus Zugriff auf die Anlagendaten hat, kann er auf Probleme schneller reagieren und hat jederzeit den aktuellen Status im Blick. Beide Apps sind für die Betriebssysteme Android und iOS erhältlich. Im Gegensatz zur Standard-Variante kann die Plus-Version auf mehreren Endgeräten genutzt werden. Anwender können mittels Multi-Touch-Technik die Objekte der Steuerung getrennt voneinander auswählen und so Seiten erstellen, die auf mobile Endgeräte abgestimmt sind. ah
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