Leichtbau-Gipfel auf der Hannover Messe

Industrial Supply: Leichtbau-Gipfel

Politik will den Leichtbau

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Die Bundesregierung sieht im Leichtbau große Chancen für Deutschland und zur Bewältigung globaler Probleme. Der Gipfel soll einen Aufbruch bringen. Die Hannover Messe mit ihren Vernetzungsmöglichkeiten bietet dafür die optimale Plattform.

Bei dem Spitzentreffen von Politik, Wirtschaft und Forschung geht es am 2. April in Halle 19/20 um die Bedeutung und Wettbewerbssituation des Leichtbaus – und um eine Strategie zu seiner zukünftigen Förderung. „Unser klares Ziel ist es, Leichtbau als Schlüsseltechnologie zu fördern und damit den Weg zu ebnen für eine noch breitere industrielle Anwendung“, sagt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. „Mit der Leichtbau-Konferenz auf der Hannover Messe wollen wir den dafür nötigen Dialog zwischen Politik, Wirtschaft und Forschung voranbringen.“

Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) richtet die Konferenz als „Entscheider-Dialog“ gemeinsam mit der Deutschen Messe AG (DMAG) aus. Keynotes halten nach der Begrüßung durch Altmaier der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, Prof. Reimund Neugebauer, und BMW-Manager Dr. Ralf Fröchtenicht.

Eckpunkte einer Leichtbaustrategie für Deutschland aus Sicht von Industrie und Forschung skizieren Professor Hubert Jäger von der TU Dresden und Dr. Peter Dahlmann vom Stahlinstitut VDEh. Dazwischen finden Panel-Diskussionen mit Experten statt.

Die Teilnehmerzahl am „1. Lightweighting Summit“ ist auf rund 300 Personen begrenzt. Anmeldungen sind bei der Geschäftsstelle der Initiative Leichtbau des BMWi möglich (gsl@initiativeleichtbau.de).

Leichtbau ist mehr als Gewichtsreduktion

Akteure aus dem Bereich Leichtbau setzen darauf, dass aus der Veranstaltung ein gewinnbringender, industriepolitischer Dialog entsteht. Die Teilnahme führender Experten spricht dafür. Gleichzeitig besteht die Hoffnung, dass der Funke von der industriepolitischen auf die Unternehmensebenen überspringt.

„Aus Sicht der Messe ist die Veranstaltung ein absoluter Gewinn“, sagt Dr. Jochen Köckler, Vorsitzender des Vorstands DMAG. „Wir befinden uns aktuell in einer Situation, in der viele Branchen und Hersteller erst entdecken, wie sie von Leichtbau profitieren können. Dabei geht es um den Einsatz verschiedenster Werkstoffe genauso wie um innovatives Engineering und digitalisierte Entwicklungsketten.“

Auf den Leitmessen „Industrial Supply“ in den Hallen 3 bis 5 sowie „Research & Technology“ in Halle 2 ist Leichtbau schon seit Jahren ein Thema. Dennoch gibt es Informationsdefizite, auch in der Industrie. Dass Leichtbau Gewicht reduziert und Material einspart, ist bekannt. Dass Leichtbau die Herstellungskosten senkt, auch. Dass es dabei aber um wesentlich mehr geht, muss erst noch ins Bewusstsein rücken: Das zentrale Anliegen des Leichtbaus ist, Produkte oder Bauteile besser zu machen – etwa im Hinblick auf Belastbarkeit, Effizienz oder auch Design.

Leichtbau hat gesellschaftliche Relevanz

Hinzu kommt, dass Leichtbau die Ressourcen schont und damit die Wettbewerbsfähigkeit steigert. Leichtbauweisen leisten einen Beitrag zum Klimaschutz. So geht es beim Lightweighting Summit nicht nur um eine Strategie zur Förderung des Leichtbau, bei der letztlich die Politiker gefragt sind. Die Konferenz zielt auch darauf ab, den Stellenwert des Leichtbaus in Industrie und Forschung bekannt zu machen. Auf Unternehmens- und Institutsebene soll ein Dialog über Technologien in Gang gesetzt werden.

Nicht von ungefährt fiel die Wahl des Veranstaltungsorts auf die Hannover Messe, die Vernetzungsmöglichkeiten wie keine andere bietet. Und hier gibt es auch Anknüpfungspunkte zu den übergreifenden Themen Digitalisierung und Vernetzung, die für Leichtbau-Erfolge wichtig sind.

Laut DMAG präsentieren mehr als 100 Unternehmen und Verbände intelligente Leichtbaulösungen in Hannover. Die vom VDMA organisierte „Lightweight Plaza & Speakers Corner“ in Halle 5 ist die zentrale Anlaufstelle dafür – mehr dazu hier. Damit eng verbunden finden am Messedienstag – vor dem Gipfel – Vorträge und Diskussionen zu innovativen Leichtbau-Technologien im Forum Industrial Supply in Halle 4 statt. Das Programm ist online. Darüber hinaus gibt es erneut den „Leichtbau-Guide“, der die Besucher zu den auf dem Gelände verteilten Unternehmen mit relevanten Beiträgen führt. (os)


Bild: Screenshot der Website leichtbauatlas.de

Leichtbauatlas Deutschland

Wer bietet Know-how? | Der Leichtbauatlas des BMWi macht die in Deutschland verfügbaren Kompetenzen über ein interaktives Portal sichtbar und bietet Wirtschaft und Forschung die Möglichkeit, sich zu vernetzen. Dazu wurde ein etwa 250 Kriterien umfassender Katalog erarbeitet, mit dem sich Anbieter oder Partner gezielt ermitteln lassen. Freitextsuche und Karte helfen dabei. Ein Einzoomen in die Karte lässt immer mehr Details sichtbar werden.

https://leichtbauatlas.de/de/

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